Die Zeichen der Zeit lesen

 

In dem Zyklus „Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha“ GA 175, 13. Vortrag, spricht Rudolf Steiner über die Cäsaren, die sich dem aufkommenden Christentum, der eine mehr, der andere weniger, entgegengestellt haben. Seit Augustus war es üblich geworden, daß sich die Cäsaren mittels ihrer Machtfülle die Einweihung in die Mysterien erzwangen. Dies kam in seiner Wirkung einem Mysterienverrat gleich, das alte Urwissen wurde dadurch vollends korrumpiert. Dementsprechend, durch diesen Verrat moralisch verdorben, traten diese Cäsaren ja auch auf. Am deutlichsten sehen wir diese Erscheinung an dem daraus resultierenden Größenwahn Neros. Im Laufe des Vortrages stellt Rudolf Steiner das Entgegenstemmen einiger Cäsaren erst einmal als Hypothese auf. „Und denken Sie sich, solch ein initiierter Cäsar hätte gesagt: Ich will den Kampf aufnehmen – das gab es innerhalb der Mysterien -, ich will den Kampf aufnehmen gegen das, was da in die Weltenwende hereingetreten ist! – Von dem Machtwillen dieser Cäsaren muß man sich nur eine genügend starke Vorstellung machen. Sie sind nicht darauf verfallen, daß sie etwa ohnmächtig sein könnten gegen den Willen der Götter, sondern sie haben – dazu ließen sie sich ja initiieren -, sie haben durchaus beschlossen, es mit den geistigen Weltenimpulsen aufzunehmen, gewissermaßen dem Weltenlaufe sich entgegenzustemmen. Das ist zu anderen Zeiten auch geschehen. Geschieht auch heute. Nur merken es heute die Leute nicht, wissen es nicht“. Seite 284, in der Ausgabe von 1982. Er fährt dann fort und schildert dabei etwas, was wir heute als Wunder betrachten, beziehungsweise als Möglichkeit völlig negieren würden.

Nun ist dieser Hypothese gegenüber, die ich jetzt aufgestellt habe, folgendes geschehen: Licinius, der zur Zeit des Konstantin mitregiert hatte den anderen Teil des Reiches, der hat ungefähr die Empfindung gehabt, sich den Göttern entgegenzusetzen. Er wollte ein Zeichen verrichten, denn in solchen Zeichen, Kult-Zeichen, Kultus-Zeichen, drückt sich gewissermaßen der Kampf gegen die geistigen Mächte aus. Er wollte ein Kult-Zeichen verrichten, durch das manifestiert werden sollte in der äußeren physischen Welt: Ich nehme diesen Kampf auf! Er wollte – mit anderen Worten sei es gesagt – die Taufe, durch die herausgekommen war vor der ganzen Welt: <Weltenwende ist da!>, vor der ganzen Mitwelt verspotten und damit das Christentum bekämpfen, ihm die Stärke seines Impulses abstumpfen. Dazu wurde ein besonderes Fest veranstaltet, ein Schaufest zu Heliopolis. Ein Mime, Gelasinus, wurde veranlaßt, im weißen Taufgewand untergetaucht zu werden in warmes Wasser. Das sollte als Schaustück aufgeführt werden, und dies sollte der Hohn sein auf die christliche Taufe. Was geschah? Gelasinus wurde also ins priesterlich-weiße Gewand gehüllt, wurde untergetaucht ins warme Wasser, wurde herausgezogen, und nun sollte er zum Gespötte da sein. Und was geschah? Nun, er sagte:< Jetzt bin ich Christ und bleibe es mit allen Kräften meiner Seele!> Das heißt, es war dem Licinius die Antwort der geistigen Welt zugekommen: statt der Verspottung der Taufe war die Wirkung der Taufe eingetreten. Er hat erkannt die Weltenwende. – Solch ein initiierter Cäsar, wie der Licinius war, der nahm es also auf, die Götter zu fragen, mit Göttern zu kämpfen, und holte sich die absagende Antwort.

Gewiß, in unserer Zeit wird man keine rechte Vorstellung sich machen können von der Bedeutung, die eine solche Antwort hat. Dazumal war sie für alle Menschen, auch für die Heiden, eine vollgültige Antwort, eine Antwort, mit der der man rechnete.“ Ebenda, Seite 284.

Nun ja, wird der Anthroposoph sagen, denn die anderen werden eine solche Geschichte aus ihrem Materialismus heraus für völlig unsinnig halten, das sind vergangene Zeiten in denen die Götter noch zu den Menschen gesprochen haben. Wir Gegenwartsmenschen, jedenfalls die, die sich dem Spirituellen zugewendet haben, glauben zwar an eine geistige Welt, aber der Glaube geht nicht so weit anzunehmen, daß die geistigen Wesenheiten auch heute noch zu uns sprechen. Ist das so? Kann es nicht sein, daß wir (noch) zu oberflächlich sind? Zu wenig durchdrungen vom Vertrauen an die geistige Welt? Zu sehr durchdrungen von unseren Gewohnheiten, die noch geprägt sind vom Materialismus, dem wir letzen Endes eine gewisse Stumpfsinnigkeit verdanken?

Auch heute noch spricht die geistige Welt klar und deutlich zu den Menschen, und nicht nur zu einzelnen Auserwählten ihr individuelles Schicksal betreffend, nein, zur ganzen Menschheit, mit einer Wucht, die uns den Atem nehmen kann. Aber das Verständnis ist uns abhanden gekommen.

Dem „Spiegel“ Nr.11 vom 13.3. 2006 konnten wir eine kleine, aber unendlich sprechende Nachricht entnehmen. Auf Seite 162 wird in zwei Spalten, unter der Überschrift „Du meinst ich übertreibe sehr?“, von dem Tagebuch des jüdischen Gymnasiasten Petr Ginz berichtet, der dieses im besetzten Prag der Jahre 1941/42 führte. Petr Ginz soll im Alter von 14 Jahren nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz gestorben sein.

Am Ende dieses Berichtes erfahren wir, daß „die Bleistiftzeichnung von Petr Ginz <Mondlandschaft> aus den letzten Lebensjahren tragische Berühmtheit erlangte. Der israelische Astronaut Ilan Ramon nahm eine Kopie als Erinnerung an die Shoah ins All mit“. Auch das ist eine Herausforderung der Götter, die darauf auch umgehend reagierten. „Am 1 Februar 2003 – es war Petrs Geburtstag – verglühte die US-Raumfähre <Columbia> mit Ramon an Bord“, nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Die Götter hatten geantwortet. Die hier erwähnte Bleistiftzeichnung wird von der staatlich sanktionierten Geschichtsforschung als einer der Beweise für den Holocaust ausgegeben.

In Anbetracht der Tatsache der gültigen Rechtssprechung in Deutschland beende ich den Artikel hier und überlasse es dem Denkvermögen meiner Leser, diesen zu Ende zu führen.

Interessant ist es auch zu wissen, daß die „Columbia“ in Amerika, mit dem israelischen Astronauten an Bord, über einer Ortschaft verglühte, die den Namen Palästina trägt! Unter den jüdischen Menschen selbst soll es auch solche geben, die dieses Zeichen mit Sorge bemerkt und verstanden haben. Die Änderungen im Zeitenlauf kündigen sich immer vorher an, nur verstehen wir Menschen diese angekündigten Zeichen höchst selten.

Außerdem war Ilan Ramon der Pilot, der 1981 ohne Kriegserklärung, also mitten im Frieden, den ersten, im Bau befindlichen, zivilen Atomreaktor des Iraks, in einer Nacht und Nebelaktion zusammenbombte.

Rüdiger Keuler, Juni 2010

 



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