Der Fünfstern

 

Nun kommt bald wieder die Zeit der größten Sentimentalität, der Verlogenheit und Phrasen, der Worthülsen: Ich meine die Weihnachtszeit. Diese ist inzwischen so sinnentleert, daß auch Moslems und Juden dieses Fest feiern, und das nicht nur in Europa. Es sind die schönen Dekorationen, der Firlefanz für Herz und Gemüt, die kulinarischen Genüsse und die Geschenke, an denen sich die Menschen gütlich tun. Im Rheinland hat dieses Fest inzwischen sehr viel Ähnlichkeit mit dem Karneval oder mit Kirmes: billig, oberflächlich, plakativ. So sehr hat sich dieses Fest veräußerlicht, ist in den Dekorationen aufgegangen, daß die Menschen längst nicht mehr den Christus feiern, sondern seine Widersacher. Hier, in NRW, gibt es Menschen, die wie die Amerikaner damit wetteifern, ihr Haus mit möglichst viel elektrischer Beleuchtung zu verzieren, da kommen dann schon einmal 20 000 Glühbirnen zusammen. Da muß man schon wochenlang vorher mit Hilfe der Nachbarn die Leitungen und Leuchtkörper anbringen. Nur, in der Elektrizität wirkt Luzifer und in den technischen Tonträgern, die an die Stelle des eigenen Singens getreten sind, Ahriman. Aber das interessiert ja niemand, jedoch es ist eine Tatsache, wenn es auch den Menschen unbewußt bleibt. Die bescheidene Geburt im Stall wird mit Protz, Prunk und viel Alkohol gefeiert, der Konsumrausch überschlägt sich, von Innerlichkeit und der Geburt des Christus im eigenen Herzen keine Spur mehr.

Es gibt ein Symbol, an dem wir sehen können, wie sehr sich dieses Fest in sein Gegenteil verkehrt hat und das ist der Fünfstern, das Pentagramm. In den letzten Jahren sind es immer mehr Sterne geworden, die mit der Spitze nach unten, statt nach oben aufgehängt werden. Das Pentagramm mit der Spitze nach oben ist inzwischen schon die Ausnahme geworden, in den meisten Fällen werden es noch Restbestände sein, die man schon hatte und die man noch nicht wegwerfen wollte. Frägt man nach, warum die Sterne so herum aufgehängt werden, so bekommt man zur Antwort, so wäre es technisch einfacher. Ich bin zwar kein Techniker, aber das leuchtet mir nicht ein, warum es einfacher sein soll, ihn statt mit einer Spitze nach oben, besser mit zweien nach oben aufhängen kann. Tatsache ist, daß es früher auch mit der Spitze nach oben ging, als die Menschen noch einen unbewußten Instinkt dafür hatten.

Aber was bedeutet dieses Symbol, für was steht es und was können wir daran ablesen, daß es umgedreht wurde. Schauen wir nach, was uns der Geistesforscher darüber zu sagen hat. „Dieses (er spricht über das Pentagramm) ist ein Zeichen der okkulten Schrift, das Menschenzeichen, nichts Willkürliches, nichts Ausgedachtes ist dieses Zeichen, sondern aus dem Kosmos heraus gelesen ist es. Alles ist Entsprechung des Makrokosmos mit dem Mikrokosmos (dem Menschen also). Aufwärts die Spitze des Pentagramms gerichtet, ist es das Zeichen der weißen Magie; es drückt aus die Entwickelung der Sonnenkräfte in sich. Abwärts gerichtet die Spitze ist es das Zeichen der schwarzen Magie, den Einfluß der schlimmen Erdenkräfte ausdrückend. Der schwarze Magier konzentriert seinen Willen auf den betreffenden Menschen, den er beeinflussen will, und er erweckt dadurch in ihm ganz bestimmte Gedankenbilder.“ Dieses Zitat Rudolf Steiners stammt „Aus den Inhalten der esoterischen Stunden“ GA 266/1. Auf Seite 183 desselben Bandes findet sich dann noch die Aussage: „Dieses ist das Pentagramm der Okkultisten, das heilige Fünfeck, <das Zeichen des Menschen>. Seine Spitze ist nach oben gerichtet, und es wird dadurch angedeutet, daß das Geistige aus den Höhen dem Menschen entgegenströmt. Überall in der Natur, wo sich eine symmetrische Anordnung nach der Fünfzahl vorfindet, zum Beispiel bei Blüten etc. ist das Pentagramm vorhanden.
Kehren wir nun das Pentagramm um, so daß seine Spitze nach unten gerichtet ist, so nennen wir dies <das Zeichen der schwarzen Magie>.
Die schwarze Magie zieht mittelst der Spitze die niederen schlechten Kräfte der Erde an sich heran und durch die beiden oberen Hörner sendet der schwarze Magier mittelst seines bösen Willens diese schlechten Einflüsse in die Umwelt aus, um die Kräfte der Natur und der Seele seinen schlechten Zwecken in egoistischer Weise dienstbar zu machen.“
Auf Seite 178 stehen noch folgende Worte: „Der schwarze Magier leitet die Ströme, anstatt vom Kopfe auszugehen, vom Fuß in den Körper hinein und erzielt dadurch eine ganz andre Wirkung, indem dadurch die niederen Kräfte in den Menschen einströmen. Daher wird der weiße Magier nie anderes als vom Kopfe aus gehen.“

Kein Zeichen, kein Symbol kann uns deutlicher darstellen, daß wir in einer Zeit leben, in der die Widersacher des Christus so mächtig sind wie noch nie zuvor. Und diese Macht wurde ihnen vom Menschen zuerteilt, durch seine freiwillige Unterwerfung, durch die Verschmähung der Erkenntnis des Geistigen. Weihnachten ist also zum Fest des Satanismus geworden.

Bei Gennadji Bondarew, in seinem Buch „Die Ereignisse in der Ukraine und ein mögliches Szenario der Zukunft“ Teil II finden wir noch diese Ausführungen zum Pentagramm: „Das Böse besiegt den Menschen indem es in ihm, in diesem oder jenem Maße, sich selbst an die Stelle des „Ebenbildes Gottes“ stellt. Und der Mensch muß erkennen, was dies bedeutet, er muß die Selbsterkenntnis pflegen.
In seinem ätherischen, dem Lebensleib hat er die Form eines Pentagramms. Der Strom der kosmischen Kräfte ergießt sich in die menschliche Form und durchdringt sie, indem er durch den Kopf eintritt, von dort zum rechten Bein, dann zum linken Arm, zum rechten Arm, dem linken Bein geht und dann rundherum das Pentagramm in den Kreis schließt. In diesem Strom wirken die Kräfte der Planeten, deshalb wird das Pentagramm, mit dem in ihm eingeschlossenen Menschen, ein Mikrokosmos genannt, das heißt ein kleines Ebenbild des großen, planetarischen Kosmos.
Wie gut der ätherische Strom durch das Pentagramm fließt, wie gut Leben und Form des Menschen zu einer Einheit kommen, hängt von einer Reihe von Eigenschaften ab: Der Fähigkeit des Menschen konsequent und logisch zu denken und zu handeln, positiv, vorurteilslos zu sein, und anderem mehr.“ Seite 72. „Dieses (auf der Spitze stehende) Pentagramm wurde letztendlich zum Symbol aller drei oben genannten Widersacher [Luzifer, Ahriman und die Asuras]. Es ist ihr Ziel – den Sündenfall des Menschen zu verewigen, ihn auf andere, für ihn schädliche Wege der Evolution zu lenken. Zu diesem Zweck werden auf den Menschen auch dunkel-magische Wirkungen ausgeübt. Der Kampf der weißen und der schwarzen Magie dreht sich um das Pentagramm.“ Seite 74. Und damit eben um den Menschen, der Mensch als der Sinn und der Inhalt der Erdenentwicklung. Das umgekehrte Pentagramm symbolisiert den Menschen, der sich durch den Sündenfall von der Gottheit abwendet und sich in das Irdische verstrickt. Seit dem Mysterium von Golgatha gilt jedoch wieder das Aufrechte, der Mensch muß den Weg zurück zum Göttlichen wiederfinden, dieses wollen die drei Widersacher verhindern.

Auch wenn einem das nicht bewußt ist, durch das umgekehrte Pentagramm bringt man seine Verehrung für die Widersachermächte zum Ausdruck und das an Weihnachten, wo wir vorgeben das Fest der Geburt Christi zu feiern, welche bodenlose Blasphemie der einzelnen Menschen und der Gesellschaft als Ganzes. Die Darstellung dieses Symbols verändert die Atmosphäre um den Menschen herum und wirkt kränkend, krankmachend auf ihn. Die Ausrede: „Ich habe es nicht gewußt!“ Gilt nicht mehr. Jeder kann es wissen und wer es nicht weiß verdankt dies seiner eigenen geistigen Bequemlichkeit und mit dieser ist er bereits ein Parteigänger der Widersacher des Christus. Kein Wunder, daß wir als Christen, als deutsches Volk so hinweggefegt werden können. Wir haben den Sinn, den Inhalt des Christentums völlig verloren. Dadurch haben wir auch den Schutz des Christus verloren und sind geistig vogelfrei geworden und können damit bis in die physische Substanz hinein ausgerottet werden.

 Rüdiger Keuler, September 2015



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