Zur zeitgeschichtlichen Gegenwart

 

Im Jahre 1854 verstarb der deutsche Mystiker Joseph Ennemoser. Dieser schrieb in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgende Worte: „Deutschland wird seinen Beruf erfüllen, oder auf das allerschmählichste untergehen und mit ihm die europäische Kultur.“ Was Ennemoser unter Deutschlands Beruf verstand sprach er in demselben Aufsatz, aus dem das Zitat stammt, deutlich aus. „Der wahre Hunger der Deutschen ist die Sehnsucht nach einer höheren Freiheit des Geistes; der Durst und das Verlangen nach dem Lichte der Wahrheit und des Rechtes sind die Haupttriebfeder, die rüstigen Hände an Werke zu legen, die alle noch unvollendet sind, ein Ziel zu erstreben, das der Menschheit noch ferne liegt.“ Und: „Die Zeit eines Volkes ist erst dann zu Ende, wenn es keine Fragen mehr hat und sich um des Lebens höhere Güter nicht kümmert, oder wenn es unfähig ist, sich auf die Lösungen der Zeitfragen einzulassen.“ Zitiert nach „Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen“ GA 192, Seite 206 und 207, in der Ausgabe von 1991.

Und heute? Jetzt stehen wir in der Gegenwart, in der sich das erfüllt, was dadurch entstand, daß diese Worte nicht ernst genommen wurden. Was kann es Schmählicheres geben als den Untergang, den wir nun erleiden? Ein Volk, das die Menschen selbst gewählt hat, die es nun in den Untergang führen? Und warum? Weil man die Bequemlichkeit, den Egoismus und damit die Schläfrigkeit dem „Beruf“ vorzog, den es zu erfüllen galt. Mit den Menschen meine ich alle die Parteimenschen, Politiker und die Bundeskanzler, von Adenauer bis Merkel, die seit 1945 an der Macht waren und die Schritt für Schritt im Auftrag der anglo-amerikanischen und der jüdischen Machteliten an unserem Untergang arbeiteten. Denn ein Volk, schon gar das deutsche, läßt sich nicht in einem Jahrzehnt vernichten. Was gibt es Schmählicheres für ein Volk, als sich durch nordafrikanische und arabische Horden und Räuberbanden widerstandslos austauschen zu lassen, weil man es mit humanitären Phrasen und solchen der Toleranz in den Schlaf wiegen kann. Weil es sich gefallen ließ, daß durch die jahrzehntelange Umerziehung aus Menschen blökende Schafe gemacht wurden. Und das, was uns hätte retten können, haben wir mit Füßen getreten, weil wir es vorzogen ein Volk von Narzißten zu werden. „Der Mensch ist heute genötigt, Ernst zu machen mit seinen Beziehungen zur geistigen Welt, sich so zu fühlen, daß er wirklich nicht nur drinnen steht in der physischen Welt, sondern auch in einer geistigen Welt. Und ehe wir nicht mit dieser Gesinnung Ernst machen, werden noch Ströme von Blut über das arme Europa hinströmen müssen. Denn die Menschen hassen die Wahrheit, und der Haß wandelt sich sehr häufig um in Furcht; daher haben die Menschen der Gegenwart Furcht vor der Wahrheit.“ Rudolf Steiner in dem oben erwähnten Zyklus, der in Stuttgart 1919 gehalten wurde, auf Seite 214 (Betonung vom Verfasser). Schon damals wehrten sich die schwäbischen Anthroposophen gegen so viel Wahrheit, die Vorträge waren ihnen nicht „christlich“ genug. Also zu Steiners Zeiten blühte schon die innere Opposition der „Anthroposophen“. Man hat das später für Abstraktionen gehalten, die mit der Realität nicht wirklich etwas zu tun haben, jedenfalls hat man sich so verhalten. Oder ist davon ausgegangen, daß dies die Menschen einer fernen Zukunft betreffen wird, wenn man sich selbst längst in Sicherheit gebracht hat, sprich in der geistigen Welt weilt und andere die Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Wenn ich die Menschen Revue passieren lasse, die mir in anthroposophischen Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Kinderheimen, in den Zweigen der AAG, in Dornach selbst begegnet sind, so lastet das wie ein Alptraum auf meiner Seele, denn dort traf man die Menschen, die aus Selbstgefälligkeit und Arroganz die höchsten geistigen Perlen in eine Wohlfühlangelegenheit verwandelten und nicht bemerkten, welche Verantwortung sie dadurch auf ihr Karma luden. Ich sagte Alptraum, aber ich habe noch keinen Alptraum gehabt, der so schrecklich war wie das, was ich dort über viele Jahre erleben mußte und auch noch keinen, der mich so verfolgt hat.

Auf diese Verantwortung weist Rudolf Steiner auf Seite 223 des besagten Bandes hin. „Und die Parteiführer, die nicht mehr zum Volke gehören, sie stellen heute das Volk vor die Wahl: entweder vernünftig zu bleiben und hinzuhorchen auf das, was wahrhaft auf geistigen Grundlagen ruht, was aber auf vernünftige Weise durch den Menschenverstand eingesehen werden kann, wie alles, was auf geistigen Grundlagen beruht, vom Verstand eingesehen werden kann, wenn man nur will, oder aber den Führern zu folgen und Europa nach und nach hinzuführen zu dem Schicksal der zehn bis zwölf Millionen Menschen, die während der Kriegskatastrophe getötet, und der soundso viel anderen Millionen, die zu Krüppeln geschlagen worden sind, und zehn bis zwölf weitere Millionen zum Tode zu bringen oder verhungern zu lassen. Diese Wahl ist heute gestellt. Und wer zu diesem Gedanken nicht vordringen kann, der kann seine Gedanken nicht bis zu jener Stärke aufraffen, die für den Ernst der Zeit notwendig ist.“ Das was ich jetzt sagen will bezieht sich immer nur auf die Völker, der einzelne Mensch hat jederzeit die Möglichkeit sich über das Niveau des Volkes in das er hineingeboren wurde hinauszuerheben, er muß es nur wollen. Alles was vom Westen ausgeht, der Materialismus, die Machtgier, die Technikgläubigkeit, die Phrasen, unterliegen der menschheitlichen Entwicklungsnotwendigkeit. Ebenso das was der Osten uns entgegenträgt, seine alte Weisheit, aus der heraus er sich gegnerisch gegen den Westen wendet, wenden muß, alles fällt unter den Begriff der Notwendigkeit. Ich hatte ja schon an anderer Stelle auf die Worte hingewiesen, wo er, Rudolf Steiner, davon spricht, daß Amerika Europa vernichten will und gar nicht anders kann. Die Freiheit liegt nur in der Mitte, in Mitteleuropa. Niemand kann aus Notwendigkeit heraus zum Geist finden, das muß in Freiheit geschehen. Und dort wäre die Möglichkeit, aus der Freiheit das zu schaffen, was die Notwendigkeit des Westens und des Ostens daran hindert in seiner Einseitigkeit zur Entfaltung zu kommen. Dort und nur dort liegt die Verantwortung, in der Mitte. Das wurde versäumt und so kommt es nun zu den weiteren Strömen von Blut, die über Europa, Deutschland und die ganze Welt hereinbrechen werden.

Wenn wir uns nochmals den Äußerungen von Ennemoser zuwenden, so kann man sich ja fragen, muß sich fragen, wer in der Mitte Europas hat denn noch Interesse an der Lösung der Zeitfragen, wer kümmert sich noch um des Lebens höhere Güter? „Dieses Deutschland muß wieder Fragen bekommen, es muß wieder den Zusammenhang mit des Lebens höheren Gütern bekommen. Denn das steht und schwebt als eine Frage über uns: Können wir noch Fragen haben von tieferer Bedeutung? Können wir uns noch kümmern um des Lebens höhere Güter? Die Frage steht auf Sein oder Nichtsein. Kümmern wir uns um höhere Güter, können wir noch Fragen stellen an die geistige Welt, dann werden wir den Weg finden von Mitteleuropa aus, um die Weltkultur nicht untergehen zu lassen. Setzen wir dagegen den Weg fort, durch eine senile Jugend und eine philiströse Phrase, die sich revolutionär maskiert, dann gehen wir in die Barbarei hinein. Versteht sich der Mensch in Deutschland zu durchgeistigen, dann ist er der Segen der Welt; versteht er es nicht, dann ist er der Fluch der Welt. Heute stehen die Dinge so, daß zwischen rechts und links, wie auf der scharfen Schneide eines Rasiermessers, der Weg geht, der zum Heile der Menschen in die Zukunft führen wird, und daß der Mensch, der die Dinge in ihrer Wirklichkeit erkennen will, nicht die Bequemlichkeit lieben, nicht bequeme Wege wählen darf.“ Seite 217 (Betonung vom Verfasser)

Man hat gelacht über die Menschen, hat sie Phantasten genannt, welche in der Erkenntnis des Geistes die Wirklichkeit und ihre Gesetzmäßigkeiten gesucht haben, hat sich über deren Aberglauben belustigt und mit welchem Erfolg? „Die anglo-amerikanische Welt hat ihre Eingeweihten, hat ihre Initiierten, sie hat diejenigen Menschen, die zu schätzen wissen die geistigen Kräfte (und sie zu gruppenegoistischen Machtinteressen zum Schaden Mitteleuropas mißbrauchen). Hier konnte man predigen und predigen von den geistigen Kräften, und die Dreimal-Abergläubischen hielten einen selbst für einen Abergläubischen. Daher auch sind die Dreimal-Abergläubischen das Opfer geworden des anglo-amerikanischen Westens, der die Dinge durchschaut.“ Seite 218.

Rudolf Steiner spricht immer wieder davon, daß seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in den Geheimgesellschaften von dem kommenden Weltenbrand, dem ersten Weltkrieg gesprochen wurde, immer und immer wieder und das sich daran sozialistische Experimente anschließen werden, die die westliche Welt in Osteuropa durchführen will, die sie auf ihrem Gebiet nicht haben will und das dieser Krieg auch dazu dient Mitteleuropa auszuschalten. Immer und immer wieder wurde dies in den anglo-amerikanischen Geheimgesellschaften, den Freimaurerlogen gebetsmühlenartig wiederholt. Warum? Wenn Sie das zugrunde legen was ich ausführte in dem Artikel „Gender“, daß sich in der astralen Welt das vorbereitet was in der Zukunft irdische Wirklichkeit wird, so verstehen Sie warum. Was heute der Mensch denkt wird morgen Wirklichkeit: Auf diesem Wege konnte dieser Krieg Wirklichkeit werden. Und nun können sie auch verstehen, warum die Film- und Unterhaltungsbranche Hollywoods vieles ausspricht, von dem die anglo-amerikanischen Machtzirkel wollen, daß es in der Zukunft Wirklichkeit werde. Solange die ausgesprochenen Dinge nur zur Kenntnis genommen werden, ohne daß man den ganzen Zusammenhang kennt aus dem heraus sie geschaffen wurden, solange trägt man dazu bei, daß sie verwirklicht werden können. Wer sie zur Kenntnis nimmt und durchschaut, trägt zu ihrer Verhinderung bei.

Es bleibt noch eine Frage die uns hier beschäftigen muß. Wenn seit 1899 die geistigen Schöpfermächte Ströme der Geisterkenntnis den Menschen zukommen lassen, was ich mehrfach in meinen Publikationen ausführte, was wird dann aus den geistigen Impulsen, die der Mensch nicht in seinem Bewußtsein aufgreift? „Und auch die Inspirationen verwandeln sich, und zwar zu wilden animalischen Emotionen, die sich in Blut ausleben wollen. Sehen Sie hin auf das Blut, das heute fließt, sehen Sie hin, wenn die Menschen an die Wand gestellt und erschossen werden: das sind die Inspirationen, die an die Menschen kommen wollen mit dem guten Willen der geistigen Welt, die von den Menschen gehaßt wird, und die sich daher in wilde animalische Triebe verwandeln. Denn wenn der Mensch dasjenige, was aus der geistigen Welt als Inspiration an ihn herankommen will, nicht aufkommen lassen will, dann verwandelt es sich in wilde Emotionen, in animalische Triebe.“ Ebenda, Seite 225. Diese Worte sind kurz nach dem Ersten Weltkrieg gesprochen worden. Sie beziehen sich auf die Massaker, die die Bolschewiken im damaligen Rußland veranstalteten. Heute sind die Einschläge näher gekommen. Sie sehen die animalischen Emotionen heute bei den Faschisten der Antifa, in der Ukraine, bei der IS und all den Drahtziehern, die diese Unmenschlichkeiten als „Kollateralschaden“ ihrer tierischen Emotionen veranstalten, wie zum Beispiel Frau Merkel, Soros, Obama und anderer Kriegsverbrecher. Und weitere Träger dieser animalischen Emotionen wurden von dem Subjekt Merkel schon ins Land geschleust und es ist nur eine Frage der Zeit, wenn sie von der Leyen gelassen werden.

Wir haben es verschmäht den Weg zu gehen, der Europa, der die Menschheit in eine andere Richtung geführt hätte. „Wir können nicht in einer bloßen Aufwärmung alter Geistigkeit heute das Ziel sehen. Wir müssen heute im Innerlichen zu der Stärke kommen, eine neue Geistigkeit zu schaffen. Daran hängt das Schicksal Europas: Entweder diese neue Geistigkeit, oder Europa wird zum Grabe mit Bezug auf seine Kultur! Es gibt ein Drittes nicht, und für das eine oder für das andere muß sich die Menschheit entscheiden. Entweder in den Untergang hinein, oder mutig in die neue Geistigkeit hinein.“ Seite 274. Hat sich die Menschheit endgültig entschieden? Läßt sich der Untergang Europas noch verhindern?

 Rüdiger Keuler, März 2016

 



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