Der Autor der nachfolgenden Ausführungen war vor wenigen Jahren noch Eigentümer eines großen mittelständischen Unternehmens. Auf Grund der Politik der deutschen ReGierung, die dem Mittelstand und den Deutschen feindlich gesinnt ist, verlor er dieses Unternehmen. Heute arbeitet er da, wo Sie und ich nicht arbeiten wollen und muß täglich seinen Kopf dort hinhalten, wo die Vernichtung der Deutschen durch die Überfremdung inauguriert wird. Nach seinen Aussagen hätte er die letzten drei Jahre nicht überlebt, ohne die Kraft die ihm aus der Anthroposophie zukommt. Das sollte man als Hintergrund dem Text zugrunde legen. Jedes Wort ist mit Leid erkauft. Es lohnt sich den Text mehrmals zu lesen. R.Keuler

 

Zur Notwendigkeit anthroposophischer Grundlagenarbeit in der Gegenwart

Die aktuellen Zeitphänomene spitzen sich zweifelsfrei in grausamer Art weiterhin zu. Die menschliche Zivilisation bewegt sich, in immer schneller werdendem Tempo, einer gewaltigen Krise entgegen. Vermeidbar ist das Eintreten der großen Katastrophe nun wohl nicht mehr. Im vorliegenden Text beabsichtigt der Verfasser nicht auf die alltäglichen Lügen, Grausamkeiten und Verfallserscheinungen im gesellschaftlichen Leben hinzuweisen, die durch okkult-politisch-schwarzmagische Wirkungen, die Entwicklung zum freien Menschen behindern und unsere Zivilisation in eine Blutlache verwandeln. Diese Verfallserscheinungen wurden vom Herausgeber des Pelagius Heftes immer wieder in sämtlichen Bereichen des politischen, kulturellen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Lebens urphänomenal durchleuchtet. Wer gegenwärtig an dem Zeitgeschehen nicht erwachen konnte oder wollte, dem werden die Wahrheiten aus erster Hand als karmische Folge gereicht.

Da ich davon ausgehe, daß dem Leser die Stellung der Anthroposophie in Verbindung mit dem Geiste Rudolf Steiners als zentrale Aufgabe der gegenwärtigen Kulturperiode vor dem Bewußtsein steht, werde ich auch nicht versuchen die Vorzüge der Geisteswissenschaft zu beschreiben und auch nicht die Notwendigkeit sich mit ihr zu befassen. Diese Dinge müssen nun klar sein. Fraglich ist, welche Stellung erhält die Anthroposophie in diesen Zeiten der kollektiven und individuellen menschlichen Verwirrung für denjenigen, der in der einen oder anderen Form mit der Geisteswissenschaft in Berührung gekommen ist. Auch wenn der Anschein erwachsen könnte, daß eine immer größer werdende Anzahl von Menschen sich in einem Prozeß des „Aufwachens“ befinden, dürfen wir uns als Anthroposophen auch diesen Entwicklungen nicht blind gegenüberstellen. Bei näherer Betrachtung sehen wir in alternativen Bestrebungen in gesellschaftlicher, politischer und spiritueller Hinsicht lediglich eine geschicktere Form des Materialismus. Es wird demonstriert, gestritten, politisch spekuliert und Fahnen werden geschwungen oder Augen und Hände richten sich gen Himmel und mit Freude wird das goldene Zeitalter in der Wahnidee eines geistig sich automatisch vollziehenden spirituellen Evolutionismus erwartet. Viele machen mit und scheinbar noch mehr haben sich selber gefunden und sind in „Ihrer Mitte“. Bei all diesen Entwicklungen ist zweifelsfrei feststellbar, daß die Anthroposophie oder gar Rudolf Steiner keine Rolle spielen. An dessen Stelle finden wir die verschiedensten Gruppenseelenkräfte der Widersachermächte. Dabei ist es gleichgültig, ob man sich auf die Riten der Ahnen bezieht, New Age Esoterik betreibt oder sich in Kongresse setzt, wo alternative Wissenschaftler über den Polsprung, das Erdmagnetfeld oder kosmische Strahlungen referieren. Gerade in diesen stürmischen Zeiten sind die Anthroposophen nicht an der Stelle, wo sie eigentlich sein müßten, was zu Folge hat, daß die anderen Seelen, die von der Anthroposophie noch nichts wissen, aber eine gewisse seelische Reife zur Aufnahme geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse erreicht haben, in ein eventuell noch größeres, dann aber mehr schwarz-okkultes, Verderben geraten könnten.

Zu prüfen hat jeder Anthroposoph, welche Bedeutung hat die Anthroposophie und Rudolf Steiner eigentlich für mich und insbesondere die Fragestellung, welche Verantwortung folgt daraus?

Die Geisteswissenschaft als Persönlichkeitskultur zu betrachten, an der ich mir lediglich ein neues materielles Gewand überstülpe und mich dann als Anthroposoph definiere, kann niemals befreiend wirken. Je nach gesellschaftlicher Stellung werden die Karmawirkungen einer fehlerhaften Weltentwicklung früher oder später das einzelne Individuum treffen und das kann recht schmerzlich sein. Aber genau an diesem Punkte kann die Bedeutung der Anthroposophie in einem völlig neuen Licht erscheinen. Hier erscheint die Geisteswissenschaft nicht als Kultivierung meiner vergänglichen, persönlichen und materiellen Existenz, sondern als klare geistig, wahrhafte Wirklichkeit, die nicht in Worte zu fassen ist. Aber die geistige Stätte der anthroposophischen Wirkung muß, auch in diesen Zeiten des Sturmes, erbaut werden. Hierbei ist kein materielles Gebäude gemeint, sondern ein geistiger Wirkungsort. Somit ist es gerade gegenwärtig erforderlich, die geisteswissenschaftliche Grundlagenarbeit (Erkenntnistheorie) nicht zu vernachlässigen. Nur hier finden wir den festen Boden, den wir benötigen, um nicht selber vom momentanen astralen Sturm zerrüttet zu werden. Dieses erkenntnistheoretische Fundament der Geisteswissenschaft wurde durch das Werk „Philosophie der Freiheit“ von Rudolf Steiner so gefestigt, daß wir nicht in die Gefahr geraten, selber Spielball spekulativer Denkrichtungen zu werden, die man entweder glauben kann oder halt nicht. Auch eine geringe Anzahl von Menschen, sie sich mit der Anthroposophie in der Art verbunden haben, daß sie diese zur Hauptsache Ihres Lebens machen, können so weiter wirken und im geistigen Band vereint am spirituellen Goetheanum weiterbauen, daß dieses doch noch als Rettung der gesamten gefallenen Menschheit dienen kann, gleichgültig was uns in Zukunft auch erwarten wird.

Carsten Kraus, Mai 2016

 



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