Die Wirkung der Kartoffel auf die Entwicklung des Menschen

 

In dem Artikel „Über das Denken der Menschen“ in Pelagius Heft LIII druckten wir aus den Wahrspruchworten die Worte von Rudolf Steiner ab: „Geist ist niemals ohne Materie, Materie niemals ohne Geist“ GA 40, Seite 116 in der Ausgabe von 1981. Heute soll am Beispiel der Kartoffel gezeigt werden, wie der Geist in der Materie wirkt. „Nicht wahr, man muß sich klar sein darüber: Geist ist vorhanden, aber der Geist muß auf der Erde, damit er wirken kann, in den Stoffen wirken. Und man muß daher gerade, wenn man Geisteswissenschaft betreibt, die Wirkung des Geistes in dem Stoff kennen. … So braucht der schaffende Geist in der Natur überall den Stoff.“ Das Zitat von Rudolf Steiner stammt aus dem Zyklus „Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen – Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt“ GA. 350, Seite 291, in der Ausgabe von 1991.

Darum geht es bei der Anthroposophie, daß wir das reine Geistige, in dem Luzifer sich ausspricht, mit der Materie, in der Ahriman wirkt, verbinden können und dadurch den Ausgleich schaffen, in dem der Christus wirkt, so wie dies von Rudolf Steiner in der Plastik „Der Menschheitsrepräsentant“ dargestellt wurde. Solange wir nicht das Geistige in seinem irdischen Wirken „erden“ können bleibt es luziferisch, solange das Materielle nicht den in ihm wirkenden Geist offenbart ist unsere Wissenschaft ahrimanisch.

Was also läßt sich über die Kartoffel vom Standpunkt der Geisteswissenschaft sagen? Sie ist immerhin bis heute eines unserer hauptsächlichsten Nahrungsmittel und wird in Form von Pommes frites gerade von Kindern bevorzugt. Welches also sind die verschiedenen Wirkungen dieses Nahrungsmittels auf den Menschen und seine Entwicklung?

Dabei ist wichtig zu bedenken, daß die Pflanze in ihrer Wirkung umgekehrt zum Menschen gedacht werden muß. Das, was bei der Pflanze unten ist, die Wurzel, wirkt auf das, was beim Menschen oben ist, den Kopf und das, was bei der Pflanze oben ist, wirkt auf das Untere des Menschen, seinen Unterleib, seine Gedärme. Das Mittlere der Pflanze, das Blatt, wirkt auf das Mittlere des Menschen, sein rhythmisches System, Herz und Lunge. Die Kartoffel jedoch ist keine Wurzel, sie wirkt nicht auf den Kopf des Menschen, jedenfalls nicht so wie die richtigen Wurzeln, Rote Bete zum Beispiel, und gerade dadurch ist ihre Wirkung auf den Kopf und das Denken der Menschen ausgesprochen schlecht, jedenfalls dann, wenn wir das zugrunde legen was der Mensch der Gegenwart mit seinem Denken leisten muß. „Wenn man sich also beschränkt auf das Kartoffelessen und zu viel Kartoffeln ißt, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein (von den Kohlehydraten). Es bleibt unten in dem Verdauungstrakt. So daß es also so ist, daß mit dem Kartoffelessen die Menschen in Europa ihren Kopf, ihr Gehirn vernachlässigt haben. Diesen Zusammenhang sieht man erst, wenn man Geisteswissenschaft treibt. Da sagt man sich: Seit in Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf der Menschen unfähiger geworden.

Und es werden durch die Kartoffel vorzugsweise Zunge und Schlund angeregt. Wenn wir bei der Kartoffelpflanze hinuntergehen, so gehen wir nicht ganz bis zu der Wurzel. Ebenso ist es beim Menschen: Wenn wir nicht ganz bis zum Kopf heraufgehen und bleiben bei Zunge und Schlund, so werden die besonders angeregt durch die Kartoffel, und daher ist die Kartoffel als Mitspeise, als Zuspeise für die Leute sehr schmackhaft, weil sie dasjenige anregt, was unter dem Kopf ist und den Kopf unbelästigt läßt.

Wenn man Rote Rüben (im südlichen Deutschland nennt man so die Rote Bete) ißt, dann, meine Herren, bekommt man eine furchtbare Sehnsucht, viel zu denken. Das macht der Mensch ganz unbewußt. Wenn man Kartoffeln ißt, so bekommt man eigentlich die Sehnsucht, recht bald wieder zu essen. Die Kartoffel macht so schnell hungrig, weil sie nicht ganz bis zum Kopf geht. Die Rote Rübe macht sehr schnell satt, weil sie tatsächlich, was das Wichtige ist, bis zum Kopf geht und der Kopf das Wichtigste ist, weil sie ihn ganz durchsetzt mit Tätigkeit, wenn sie richtig in den Kopf hineingeht. Das ist ja den Menschen natürlich furchtbar unangenehm, daß sie denken sollen, und daher lieben sie manchmal eben mehr die Kartoffel als die Rote Rübe, weil die Kartoffel nicht zum Denken anregt. Da wird man faul. Sie regt nicht zum Denken an, man wird faul im Denken.“ Seite 209. Aus diesen Worten können wir also schon zwei Eigenschaften mit dem Kartoffelessen in Zusammenhang bringen: Es macht uns denkfaul und es verleitet uns mehr zu essen als wir brauchen. Wir finden also in dem übermäßigen Genuß von Kartoffeln, an jeder Ecke steht eine Pommesbude, einen der Gründe für das Überhandnehmen des Übergewichtes. Schon gar im Zusammenhang mit der heutigen Bewegungsfaulheit. In Amerika empfehlen die Ärzte ihren Patienten die Garage am Ende des Grundstückes zu bauen, damit wenigstens noch der Weg von der Garage zum Haus zu Fuß gegangen wird.

Was hat es für eine Bedeutung für den Menschen, daß man faul im Denken wird. „Nun, was genießen wir denn bei der Kartoffel? Ja, das, was unten ist: die Knolle. Und die Knollen, die sind nun dasjenige bei allen Pflanzen, Wurzeln und so weiter, was in den Gedärmen am allerwenigsten verarbeitet wird. Die Früchte werden in den Gedärmen verarbeitet. Das kann man aber bei der Kartoffel nicht essen, was dort die Früchte sind. Man ißt die Knolle; die ist nicht eine richtige Wurzel, sondern ein verdickter Stengel. Nun wird die Kartoffel also gegessen, kommt in den Magen, in die Gedärme. Da kann sie nicht gleich verarbeitet werden, sondern sie geht jetzt durch das Blut unverarbeitet herauf. Statt daß nun, wenn sie hier in ihre Schichte des Gehirns kommt, sie da schon so fein kommen würde wie Roggen und wie Weizen und gleich hinuntergeschickt werden würde in den Körper, muß erst hier im Gehirn die Verarbeitung geschehen. So daß also, wenn wir richtiges Roggen- oder Weizenbrot essen, wir das im Magen und in den Gedärmen ordentlich verdauen und wir unserem Kopf nicht mehr zumuten, daß der nun erst die Verdauung besorgen soll, sondern der kann schon die Verbreitung im Körper bewirken. Wenn wir dagegen Kartoffelbrot oder Kartoffeln überhaupt genießen, dann stellt sich das heraus, daß der Kopf erst zu der Verdauung der Kartoffel dienen muß.

Wenn aber der Kopf erst zur Verdauung der Kartoffel verwendet werden muß, dann kann er nicht mehr denken, denn zum Denken muß er die Kräfte frei haben; da muß ihm der Unterleib die Kräfte der Verdauung abnehmen. So daß also, wenn der Mensch die Kartoffel zu viel genießt – was also immer mehr und mehr von dem Zeitpunkt an der Fall war, als die Kartoffel eingeführt wurde und in Europa eine Bedeutung erlangte –, der Kopf immer mehr und mehr für das eigentliche Denken ausgeschaltet wird, und der Mensch verliert immer mehr und mehr die Fähigkeit, mit seinem Mittelkopf zu denken; er denkt dann nur mehr mit dem Vorderkopf. Aber dieser Vorderkopf, der von den Salzen abhängt, der führt immer mehr und mehr dazu, daß man eigentlich bloß ein materialistischer Verstandesmensch wird. Das richtige Geistige kann ja der Vorderkopf gar nicht denken. Gerade durch den Vorderkopf wird man ein richtiger Verstandesmensch. Die Sache ist daher diese, daß in der Tat das innere Denken in Europa zurückgegangen ist von dem Moment an, wo die Kartoffelnahrung Platz griff.“ Seite 296. „Wenn der Mensch nun Kartoffel ißt, dann verwendet er seinen Mittelkopf nur dazu, um diese Kartoffeln zu verdauen. Da schließt er sich ab von der Umwelt, da erkennt er die Umwelt nicht mehr an. Da erklärt er: Das ist alles Wischiwaschi, was da gesagt wird von der Welt, daß da eine Geistigkeit von der Welt herunterkommt. – Und so kann man sagen: Es ist eigentlich der übermäßige Kartoffelgenuß zum großen Teil auch wiederum das, was in der neueren Zeit zum Materialismus getrieben hat.“ Seite 297. Die Kartoffel, sie kommt ja auch aus Amerika, hat also dazu beigetragen, daß die Menschheit in den Materialismus hineingetrieben wurde. Da wir nun als Menschen die bereits überfällige Aufgabe haben den Materialismus wieder zu überwinden, wäre es angemessen, die Kartoffel als Nahrung auf den ihr nun zustehenden Platz zu verweisen und ihren Genuß gegebenenfalls einzuschränken.

Das hat auch deswegen eine Bedeutung, weil wir als Kartoffelesser leichter von außen zu beherrschen sind. „Natürlich ist die Sache ja so, daß vorzugsweise diejenigen, die nun nicht genügend Mittel haben, auf die Kartoffel angewiesen sind, weil die Kartoffel eine Zeitlang billig war, und diejenigen, welche wohlhabend sind, die können sich mehr dasjenige, was auf den Vorderkopf wirkt, kaufen, können also mehr die Speisen würzen und salzen. Die Würzen wirken ebenso auf den Vorderkopf wie die Salze. Und die Folge davon ist, daß das nur Verstandesmenschen werden, und die anderen sich leicht von den Verstandesmenschen alles vormachen lassen, weil sie ja ihren Kopf nicht mehr zum Denken benützen können. So hat schon die Kartoffel einen ganz besonderen Bezug zum Geist überhaupt. Sie hat also eigentlich den Geist materialistisch gemacht.“ Seite 297.

Aber das geht noch weiter, in einem ganz umfassenden Sinne schwächt die Kartoffel den Menschen. „Aber der astralische Leib, der ja zum Beispiel auch in der Sprache wirkt, der braucht die Kohlenhydrate nicht bloß im Kopfe oben, nicht bloß da, er braucht die Kohlenhydrate im ganzen Körper. Der astralische Leib muß die Beine bewegen, der astralische Leib muß die Hände bewegen, er braucht die Kohlenhydrate im ganzen Körper. Wenn ich ihm Roggen oder Weizen als Kohlenhydrate gebe, da gehen die Kräfte in den ganzen Körper. Wenn ich ihm bloß Kartoffeln gebe, bleiben die Kräfte da oben im Kopf sitzen und der Mensch wird ausgemergelt, schwach, und sein astralischer Leib kann nicht ordentlich arbeiten. So daß gerade das, was im Menschen geistig ist, matt und immer schläfriger wird, wenn er nicht in der Lage ist, Kohlehydrate, die ihn durchdringen, in sich hineinzubringen. Das ist eben bei der reinen Kartoffelnahrung nicht möglich, weil sie im Kopfe so viel zu tun macht, daß der Körper nichts mehr übrig behält.“ Seite 298.

Was mich als Heilpädagoge jedoch wirklich überraschte, ist die Auswirkung der Kartoffel selbst auf die Vererbung. „Nehmen wir also an, die Kartoffelnahrung nimmt so überhand, daß das in die weiblichen Fortpflanzungsorgane hineinwirkt, daß sie matt und abgelähmt werden. Ja, meine Herren, der Mensch kommt eben nicht bloß von seinen Vorfahren her, sondern er kommt aus der geistigen Welt mit dem geistig-seelischen Teil seines Wesens her, und das verbindet sich mit demjenigen, was aus den Vorfahren kommt.“ Seite 299. „Wenn nun dieses Geistig-Seelische im Kopfe dasjenige findet, was bei der Ernährung der Mutter von Roggen und Weizen kommt, dann kann das Geistig-Seelische ordentlich arbeiten. Denn die Blüten, in denen ja der Roggen und Weizen und so weiter entstehen, die werden ja auch aus der Erde herausgestreckt, und da geht das Geistige schon bei der Pflanze heran, da ist das Geistige verwandt. Wenn daher das Geistig-Seelische im Mutterleibe auf dasjenige auftrifft, was von Früchten kommt, so kann es leicht arbeiten. Trifft aber das Geistige im Mutterleib auf einen Kindeskopf, der vorzugsweise durch die Kartoffelnahrung gebildet wird, da kann es nicht heran. Nicht wahr, die Kartoffel geht hinunter in die Erde, sie ist sogar von der Erde bedeckt; man gräbt sie aus der Erde aus, sie wächst in der Finsternis, sie hat keine Verwandtschaft zum Geistigen. Der Mensch kommt herunter aus der geistigen Welt, findet einen Kopf vor, der eigentlich aus der Finsternis heraus gebildet ist. Da kann er nicht heran, der Geist, und die Folge davon ist, daß der Embryo nachher so aussieht (es wird gezeichnet) – ich zeichne es etwas karikiert –: ein riesiger Wasserkopf wird geboren. Denn wenn der Geist nicht herankommt, dann wächst das Physische; der Wasserkopf bildet sich aus. Wenn der Geist herankommen kann, dann dämpft er das Wasser, dann arbeitet der Geist in der Materie und der Kopf wird ordentlich ausgebildet. So daß Sie sagen können: Diese riesigen Wasserköpfe, die oftmals bei den Embryonen bemerkbar sind, die kommen durch die mangelhafte Ernährung, vorzugsweise wieder durch die Kartoffel, zustande. – Und so haben Sie das, daß nicht nur der Mensch selber ausgemergelt wird, sondern daß der Mensch so geboren wird, daß sein Geistig-Seelisches gar nicht richtig im physischen Leib drinnen ist.“ Seite 300. Wir wollen die Sache mit der Vererbung erst einmal weiterverfolgen, denn die Sache mit dem Wasserkopf kommt uns doch etwas sehr phantastisch vor. Demnach müßte die Welt ja von viel mehr Wasserköpfen bevölkert sein, als es tatsächlich der Fall ist. Seite 305 kommt er nochmals auf den Wasserkopf zurück und stellt das in ein etwas anderes Licht. „Nun, meine Herren, Sie werden sagen: Es gehen doch nicht alle Leute mit einem Wasserkopf herum. – Gewiß nicht, denn natürlich wirken da wiederum die anderen Kräfte dagegen, und der Kopf ist dann, wenn er geboren wird, nicht mehr so groß wie im Embryo, aber er ist nicht mehr fähig, etwas anderes aufzunehmen, wenn er geboren ist, als Kartoffeln und Wasser. Er kann sogar klein werden dabei und kann doch ein Wasserkopf sein. Aber das Wesentliche ist, daß seit der Einführung der Kartoffelnahrung die Köpfe im Mutterleib immer viel zu groß sind. Nachher werden sie zusammengeschoben, aber gerade das Zusammenschieben vor der Geburt, das wirkt auf sie dann schädigend, weil sie nicht imstande sind, dann Richtiges aufzunehmen, sondern einzig und allein das Materialistische. Beim geborenen Menschen sieht man den Wasserkopf nicht mehr bloß an der Größe. Gewiß der eigentliche Wasserkopf ist von der Größe abhängig, aber es handelt sich vorzugsweise darum, ob in der richtigen Weise Wasser wirkt oder etwas anderes wirken kann.“ Das was Rudolf Steiner hier darstellt, damit ist gewiß nicht das gemeint was der Schulmediziner als einen solchen diagnostiziert. Es ist etwas damit gemeint was im inneren Kräfteverhältnis des Kopfes wirkt und mit den Stoffen zu tun hat, die auf ihn und in ihm wirken können. Sie finden dann ihren Ausdruck im Denken der Menschen, in der Leere, in der Abstraktheit, in der Verschwommenheit der Gedanken.

Aber wir wollen den Gedanken, was wird aus dem Kinde, wir wollen einmal der Gleichberechtigung der Geschlechter huldigen und nicht nur der Mutter die Schuld zuschieben, wir wollen also fragen, was wird aus dem Kind der Kartoffelessereltern? „Aber sehen Sie, meine Herren, die Sache ist so: Der Mensch besteht allerdings aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich; die sind aber nicht in jedem Lebensalter gleich geartet. Beim Kind bis zum siebenten Jahre, da ist der Ätherleib, Astralleib und Ich so, daß sie erst wieder recht untertauchen müssen; die müssen erst ganz hinein in den physischen Leib. Wenn der Ätherleib ganz hineinkommt in den physischen Leib, kommen die zweiten Zähne. Wenn der astralische Leib ganz hineinkommt in den physischen Leib, dann kommt die Geschlechtsreife. Wenn daher ein solcher Kopf vorhanden ist, wenn also das Geistig-Seelische durch die Kartoffelnahrung nicht ordentlich in den physischen Menschen im Mutterleib hinein kann, dann wird auch dasjenige gestört, was im vierzehnten, fünfzehnten Lebensjahre mit dem Menschen geschehen soll. Der Mensch geht dann überhaupt durch sein ganzes Leben so, als wenn er seinen Körper gar nicht hätte, als wenn der schlapp an ihm wäre. So daß also die Menschen unter dem Einfluß der Kartoffelnahrung schon nicht stark genug für das Leben geboren worden sind.“ Seite 301. Inwieweit das später durch die Erziehung ausgeglichen werden kann, darüber ist hier nichts gesagt. Da aber die Kartoffelessereltern Geistiges im Denken schwer erringen werden, ist von ihrer Erziehung wenig zu erwarten und eine normale Schule auf materialistischer Grundlage, also auf der Grundlage der Kartoffelesser, wird da auch nicht helfen können. Und die Waldorfschulen? In dem Zustand wie die sind? Oh Kind der Kartoffelessereltern, laß jede Hoffnung fahren! Es sei denn das Karma zieht noch ein weißes Kaninchen aus dem Zylinder, was zuweilen auch vorkommt.

Wir sind jedoch immer noch nicht am Ende der Wirksamkeit der Kartoffel auf unser Leben angekommen, wir werden sogar auf das Leben nach dem Tode verwiesen. „Aber wenn einer in der physischen Welt so drinnensteht, daß er überhaupt seinen Körper gar nicht richtig hat, also in der physischen Welt gar nicht in die richtige Beziehung zum Erdenleben kommt, dann findet er sich nach dem Tode außerordentlich schwer zurecht. Das sagen ihm die Leute (Pastoren und Theologen) nicht. Es ist durchaus notwendig, daß man ein lebenspraktischer Mensch wird und weiß, wie man die Materie ergreifen muß. So daß man sagen kann: Ja, Religion, Theologie reden heute den Leuten von allerlei, aber das alles reicht nicht hin, um den Menschen wirklich im irdischen Leben so stark zu machen, daß er dann auch durch solche Vorbereitung – denn durch alles das, was kenntnisloses Beten ist zum Beispiel, wird ja der Mensch gerade abgelenkt von dem, was er wissen soll für sein gesundes Leben – sich später zurechtfindet. Sie werden kaum von der Kanzel jemals verkündigen gehört haben, wie man es halten muß, damit der Mensch stark wird, mit der Kartoffel- oder mit der Weizennahrung! Wenigstens werden Sie nicht gefunden haben, daß die meisten Pastoren und Priester einen großen Wert darauf legen, von der Kanzel herunter den Menschen zu verkündigen, wie es sich mit der Roggen- und Weizennahrung in bezug auf seine Gesundheit verhält. Das betrachten sie als eine Nebensache, weil sie sagen: Das ist etwas Unheiliges! Heilig ist nur, wenn man betet oder über das Evangelium und ähnliche Dinge redet. – Aber das göttliche Wirken ist nicht nur da, wo man Gebete gesprochen hat, oder wo über das Evangelium geredet wird, sondern in der ganzen Natur; das Geistige wirkt auch da drinnen. Wenn der Mensch die Geistigkeit nicht einläßt in seinen Kopf, weil er ihn durch die Kartoffel zu stark in Anspruch nimmt, so ist es so, daß der Mensch beten kann. Sehr schön. Wenn er aber zuviel Kartoffeln ißt, so hat sein Gebet keinen Zweck mehr, denn er wird wiederum abgeleitet vom Geistigen. Aber das merken die Leute wiederum nicht.“ Seite 303.

Und um den Rundumschlag gegen die uns vormals so harmlos erscheinende Kartoffel vollständig zu machen, wird auch noch auf die Politik, das Sozialwesen, das Staatswesen verwiesen. „Die sozialen Verhältnisse hängen auch davon ab, daß man die Felder ordentlich benützt, daß man also die Kartoffel nicht mehr anbaut, als die Menschen zu ihrem Starkwesen vertragen können.“ Seite 302.

Ja, der Geist wird von uns bis in die Niederungen des Drecks, der Bodenkrume hineingeführt werden müssen, von den erhabenen Höhen bis zur Pommesbude.

Durch den bewußten Umgang mit unserer Nahrung können wir nicht nur die Entwicklung unserer Kinder in die richtigen Bahnen lenken, sondern auch unsere eigene Entwicklung in die Zukunft hinein günstig oder hemmend beeinflussen. Es müßte zum Beispiel aus den Ausführungen klar geworden sein, daß die Kartoffel als Nahrung auch die Entstehung der Krankheit Krebs begünstigt und das gerade ein Mensch der daran erkrankt ist diese meiden sollte, denn diese entsteht, wenn das Physische sich der Wirkung des Geistig-Seelischen entzieht. Die Kartoffel als Nahrung bindet den Menschen an das Irdische, hindert sein Geistig-Seelisches seine Wirksamkeit entfalten zu können und nicht umsonst tritt sie besonders stark dort auf, wo die Verbundenheit mit dem physischen Erbstrom nicht überwunden werden kann.

 Rüdiger Keuler, Januar 2018

 



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