Offener Brief an G. A. Bondarew vom 18.03.2006

Sehr geehrter Herr Bondarew!


Mit dem Datum vom 13. Oktober 2005 habe ich Ihnen untersagt, den Namen des Pelagius Seminars als Verleger Ihres Buches «Die Weihnachtstagung in veränderter Zeitlage» zu benutzen. Nochmals am 14. 10. 2005 habe ich Ihnen diese Untersagung bestätigt. Ich sah mich zu diesem Schritt genötigt, da ich feststellen mußte, dass es Ihnen nur um den Gebrauch, inzwischen muß ich sagen Mißbrauch des Namens des Pelagius Seminars ging, in Wirklichkeit ganz andere Menschen im Hintergrund die Herausgabe des Buches besorgten, ohne dass ich von dem wußte, was geschah. Menschen die sich anscheinend davor scheuten, in der Öffentlichkeit mit Ihrem Namen in Verbindung gebracht zu werden. Ich bekam auf diesen zweiten Brief vom 14. 10. 2005 von Ihnen keine Antwort, wohl aus dem Grund, da ich ja als Werkzeug für Sie ausgedient hatte.
Nachdem ich dann im Februar erfahren habe, dass Sie sich um meine Untersagung nicht kümmern, sondern dieses Buch mit meinem Namen, ohne die von mir verlangte Überklebung ausliefern, schrieb ich Ihnen nochmals am 12.2.2006 einen Brief, in dem ich wiederum an diese Untersagung erinnerte und Ihnen gegebenfalls mit Schritten drohte. Bis heute habe ich auf diesen Brief von Ihnen keine Antwort erhalten. Ich weiß nicht wie das in Rußland ist, in Mitteleuropa gilt das gelinde gesagt als sehr unhöflich, wenn man Menschen auf eine solche Art instrumentalisiert und behandelt.
Auch nach meinem lezten Brief haben Sie das Buch, als ob ich mich nie geäußert hätte, mit dem Namen des Pelagius Seminars als Verleger ausgeliefert, ohne Überklebung.
Das ist ein strafrechtlicher Tatbestand des Namensmißbrauches. Ich erwarte von Ihnen eine Antwort zu flogenden Fragen:

1. Warum verwenden Sie den Namen des Pelagius Seminars ohne meine Erlaubnis?
2. Was gedenken sie zu unternehmen, damit dies nicht mehr vorkommt?
3. Was geschieht, damit die bisherigen Käufer darüber aufgeklärt werden, dass Sie diese Bücher mit dem Namen des Pelagius Semiars, jedoch ohne Legitimation dafür, ausgeliefert haben?

Sollte ich darüber von Ihnen keine, oder keine befriedigende Antwort erhalten, werde ich mit dem vorliegenden Brief an die Öffentlichkeit gehen, um die Menschen an diesem Vorgang der Bewußtwerdung teilnehmen zu lassen.
Oft ist es ja gut, wenn man durch Enttäuschung erfahren darf, wen oder was man tätsächlich vor sich hat. In ihrem Buch nehmen Sie den Standpunkt der Bewußseinseele ein, um uns einfache Anthroposophen, speziell Herrn Menzer, darüber zu belehren, dass wir bisher die Frage der Konstitution der anthroposophischen Gesellschaft und die Weihnachtstagung nur mit der Verstandesseele zu beurteilen in der Lage waren. Ich war beeindruckt, das muss ich gestehen. Nun aber frage ich mich, wenn jemand solche moralschütteren Handlungen begeht steht, er dann auf dem Geistesstandpunkt der Bewußtseinsseele? Wohl kaum! Man muß nicht unaufhörlich hochgeistige Bücher schreiben, um zu erkennen, dass eine solche beschriebene Handlung aus der untersten Schublade der Empfindungsseele stammt. Aber Sie wissen ja, in der Bibel steht: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Nicht an ihren schönen Worten. Ohne Moral bleibt von anthroposophischen Veröffentlichungen nichts übrig ausser Bücher voll von schönen, intellektuellen, abstrakten und leeren Worten, eben das, was heute in der großen Mehrzahl auf diesem Gebiet den Markt überschwemmt. Und ohne die Bemühung um eigene Moralität fehlt die Legitimation, andere z. B. den Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft an ihre moralischen Verpflichtungen der Anthroposophie gegenüber erinnern zu dürfen.
Ich erwarte also baldmöglichst eine klare Antwort von Ihnen, ohne das Herausreden mit sprachlichen Mißverständnissen, die in diesem Fall nicht gegeben sein können!


Mit freundlichem Gruß,
Rüdiger Keuler



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