Falsifikat Anthroposophie

Europa befindet sich heute in einer äußerst prekären Lage. Auf der einen Seite findet eine gewaltige Überfremdung, und damit der drohende Verlust der eigenen Kultur, von Menschen aus dem asiatischen und afrikanischen Raum statt, die immer mehr und immerwährend nach Europa immigrieren, auf der anderen Seite ist es Spielball in dem großen Spiel Globalisierung, dass von der Weltmacht Amerika ausgehend gespielt wird und die Beherrschung der Welt zum Ziel hat. Macht, Kapital und Business vom Westen ausgehend, Fanatismus, religiöser Wahn und Gewalt vom Osten. Dazwischen wird Europa und als geistiges Zentrum dieses Europas, Mitteleuropa, mit seinen naiven und verschlafenen Bevölkerungen aufgerieben.
Nur aus dem wachen Erleben des Geistigen wäre diesen Angriffen etwas entgegenzusetzen, wie es schon einmal gelungen ist im südlichen Elsaß, wo aus dem, von der katholischen Theologie noch unberührten und deshalb noch ursprünglichen Christentum heraus, die Franken den Siegeszug des Mohammedanismus nach Europa hinein zu stoppen in der Lage waren. Das Geistige, aus dem heraus diese Angriffe abzuwehren wären, die Geistigkeit, die vor allem in Europa zuhause sein müsste, ist das Christentum. Allerdings ist das Christentum als Glaubensbekenntnis vollständig heruntergekommen, deswegen ist Europa ja eine so leichte Beute für die westlichen und östlichen Mächte. An die Stelle des Glaubens müsste das Christentum der Erkenntnis treten, ein Christentum, das dann für alle Völker der Erde eine Bedeutung haben könnte. Gemeint ist das Christentum, von dem der Christus sagte: Wenn ihr in meinem Wort leben und Dauer finden könnt, so seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch zur Freiheit führen.
In einem Vortrag, den Rudolf Steiner am 17. Januar 1918 hielt und der in dem Zyklus „Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse - Alte Mythen und ihre Bedeutung“ GA 180 abgedruckt ist, finden wir auf Seite 322 folgendes: „Die Mission des Papsttums besteht in der katholischen Kirche überhaupt im wesentlichen darinnen, Europa davon abzuhalten, zu erkennen, was eigentlich der Christus ist. Mehr oder weniger bewusst handelt es sich darum, eine Kirche zu begründen, welche vollständiges Verkennen des eigentlichen christlichen Impulses sich zur Aufgabe setzte, nicht unter die Leute kommen zu lassen, was der eigentliche Impuls des Christentums ist.“ Dadurch wurde der christliche Impuls so korrumpiert, dass sich kein ernstzunehmender Mensch dem Christentum, jedenfalls dem Christentum, das von den Kirchen ausgeht, zuwenden kann. Er setzte sich sonst dem materialistisch dominierten naturwissenschaftlichen Hohn aus. „Die europäischen Verhältnisse haben sich eben so herausgebildet, daß die Menschen in Europa allmählich ein solches Christentum angenommen haben, das keines ist. Das Christentum soll erst wiederum bekannt werden durch die geisteswissenschaftliche Entdeckung des Christentums. Dadurch, daß die Europäer ein Christentum angenommen haben, das keines ist, dadurch ist es wesentlich mitbedingt, daß über die christlichen Geheimnisse zu sprechen heute eine absolute Unmöglichkeit ist.“ Ebenda Seite 323.
Wer es heute noch schafft, die Anstrengung und Unbequemlichkeit auf sich zu nehmen, es sind ja nur noch wenige, sich in die Anthroposophie tatsächlich zu vertiefen, es gibt ja so viele „Kultur“mittel, die uns nachhaltig daran hindern können, zum Beispiel der Alkohol oder das Medium Fernseher, der stellt dann auch fest, dass das, was heute allgemein als Anthroposophie gilt, gar keine ist, sowenig wie das heutige Christentum der Realität nach ein solches ist. Nicht so sehr die Inhalte, aber auch da wurde verändert, die ja aufgeschrieben und gedruckt waren und damit nicht so einfach verwandelt werden konnten, wurden verfälscht, sondern die Art, wie mit diesen Inhalten umgegangen und suggeriert wurde, wie mit ihnen umzugehen sei. Diese Verfälschung geschah von innen heraus, ging von den offiziellen „Vertretern“ der Anthroposophie aus. Diese verfälschten Inhalte haben sich so sehr in den Köpfen der „Anthroposophen“ eingenistet, dass, wenn heute jemand in unverfälschter Art über die geisteswissenschaftlichen Inhalte schreibt und spricht, er dann sofort als Ketzer, als Verschwörungstheoretiker, als Dogmatiker oder als Rechter gebrandmarkt und ausgegrenzt wird. Was ich mit dieser Verfälschung, bewirkt durch den Umgang mit den Inhalten meine, machen folgende Zitate von Rudolf Steiner deutlich: Es wird die Menschheit im Verfolgen dieser Impulse und Ideen auf etwas kommen, was ihr heute so ungeheuer abgeht: innere Wahrhaftigkeit. Man kann nicht fruchtbar nach dem Geist streben, wenn man nicht in innerer Wahrhaftigkeit strebt, und man wird niemals fehl gehen, wenn man sich durch Lebenserfahrung die Erkenntnis erwirbt, daß eine richtige Harmonie zwischen Kopfwissen und Herzwissen nur möglich ist, wenn man sich wahrhaftig in das Leben hineinstellt. Denn deshalb wollen gerade die Menschen der Gegenwart das Kopfwissen nicht in Herzwissen überführen, weil das Herzenswissen nicht nur länger braucht, sondern weil es auch gegen das Kopfwissen reagiert, es zurückstößt, wenn es unwahr ist. Der übrige Mensch macht sich dann als eine Art Gewissen bemerkbar. Davor fürchtet sich die nur für den Kopf geneigte Menschheit der Gegenwart. …Geisteswissenschaft kann nur gedeihen, wenn man mit ihr Ernst macht in der Wahrhaftigkeit; …Denn immer sagt das Herz zum Kopfe Nein, wenn nicht Geistiges gesucht wird, oder wenn Wissen nur angestrebt wird aus einem bloßen Egoismus, aus Begierde, Ehrgeiz und so weiter. Aus diesem Grunde war es schon notwendig, in dem Betriebe der Geisteswissenschaft nach keiner Seite hin auch nur leise Kompromisse aufkommen zu lassen. Geisteswissenschaft muß aus sich selbst heraus positiv betrieben werden; man kann nicht Kompromisse schließen mit Halbheiten, Viertelheiten oder Achtelheiten; es ist heute eine zu ernste Angelegenheit.“ Aus „Erdensterben und Weltenleben“ GA 181, Seite 44/45.
Wie viele faule Kompromisse mit der Unwahrhaftigkeit sind geschlossen worden vom Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft oder anderen Funktionären, zum Beispiel in der Konstitutionsfrage, wo jahrzehntelang alle, die nicht in die amtliche unwahrhaftige Version einstimmten, aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden, bis man dann im Jahre 2002 völlig umschwenkte und mit der sogenannten Fusion einen neuen Versuch startete, mit der Unwahrheit durchzukommen, um der Gesellschaft den unrechtmäßigen Anspruch der Verbindung zur geistigen Welt, den Rudolf Steiner selbst gelöst hat, aufrechtzuerhalten. Auch jetzt wieder im Vorfeld der Jahreshauptversammlung 2006 wurde an der Art, wie mit Anträgen umgegangen wurde, deutlich, wie dehnbar der Begriff Wahrhaftigkeit für den Vorstand ist, ähnlich wie wir das bei Managern in der Wirtschaft erleben, zum Beispiel bei Ackermann von der Deutschen Bank, wo es letztendlich, wie auch bei der Anthroposophischen Gesellschaft, nur um Macht bzw. deren Mißbrauch geht. Wie geschickt geschah das Einschleusen des Ibrahim Abouleish und seiner der Geisteswissenschaft konträr entgegenstehenden islamischen Impulse. Wie raffiniert wurde mit der großen Abneigung der Gegenwartsmenschen wider die Wahrhaftigkeit gearbeitet, wie oft den Egoismen, den Begierden und dem Ehrgeiz entgegengekommen. Prüfen Sie darauf das Wirken des Bundes der „Freien“ Waldorfschulen, lesen Sie die „Erziehungskunst“, „Info3“, „Das Goetheanum“. Überall Kompromisse mit der Unwahrhaftigkeit, der Lüge. Dadurch wurden für die geistige Erkenntnis undurchdringliche Mauern errichtet und diese Mauern werden für Geisteswissenschaft gehalten. Erst wenn diese Mauern zerstört werden, geht die Entwicklung der Anthroposophie auf Erden weiter und damit die der Menschheit, heraus aus Lüge, Gewalt, Verrohung und Zerfall.

 

Rüdiger Keuler, April 2006



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