Der Vorstand und seine Helfershelfer

In der Ausgabe vom Mai 2005 von Info3 erschien ein Artikel von Felix Hau „Rudolf Steiner integral – Eingeweihter, Lebemann, Priester“. In diesem Beitrag wird besonders deutlich, welche Aufgabe sich die Macher von Info3 unter ihrem Chefredakteur Jens Heisterkamp gestellt haben. Die schleichende Zerstörung der Anthroposophie und die Herabwürdigung ihres Schöpfers Rudolf Steiner, ohne sich dabei als Gegner dieser Geisteswissenschaft zu offenbaren. Im Gegenteil, man gibt sich als moderne, offene, anthroposophische Zeitung. Diesmal jedoch ging einer der Ausführende zu weit. Rudolf Steiner wird in dieser Publikation, ohne dass das Wort Lüge oder Lügner gebraucht wird, fortwährend der Unwahrheit bezichtigt. Hau geht so weit, dass er schreibt: „Steiners Einweihung hatte nichts – und zwar überhaupt nichts – mit dem Christentum zu tun“.
Dieser Artikel führte zu einem Aufschrei von vielen Anthroposophen, auch Dornach“anthroposophen“. Sowohl Hau, als auch Heisterkamp versuchten daraufhin zurückzurudern und behaupteten, Rudolf Steiner wäre nicht der Unwahrheit bezichtigt worden. Dies erstens, um größeren finaziellen Schaden von Info3 abzuwenden und zweitens, nicht deutlich werden zu lassen, welches Spiel Info3 treibt.
In der Beilage “Nachrichten für Mitglieder“ der Nummer 8 vom 17. Februar 2006 der Wochenschrift „Das Goetheanum“ erschien dann eine Mitteilung dazu. Sergej Prokofieff schrieb unter der Überschrift „Zurückweisung“: In der Zeitschrift Info 3 ist im Mai 2005 ein Artikel von Felix Hau mit dem Titel „Rudolf Steiner integral, Eingeweihter, Lebemann, Priester“ erschienen. Dort werden von dem Verfasser Behauptungen über Rudolf Steiner selbst und seine Beziehungen zum Christentum aufgestellt, die völlig inakzeptabel sind und hiermit auf das entschiedenste zurückgewiesen werden“.
Nun könnte man ja denken, dann ist ja alles in Ordnung. Der Vorstand ist seiner Aufgabe, die Anthroposophie und Rudolf Steiner gegen Angriffe zu schützen, gerecht geworden. Wer das aber in dem Zusammenhang sieht, wie seit Jahren, ja seit Jahrzehnten, der Vorstand von innen heraus an der Aushöhlung, der Verwässerung, der Öffnung nach allen Seiten, vor allem der Seiten, die der Anthroposophie ablehnend bis feindlich gegenüberstehen, bis hin zum Islam, der durch Ibrahim Abouleish in die Anthroposophische Gesellschaft getragen wird (siehe der Beitrag von Pietro Archiati „Wie Dornach Anthroposophie und Christentum fördert“ in Pelagius Heft III), kommt zu einem anderen Ergebnis. Info3 ist ein willfähriges Werkzeug bei der Aufgabe des Vorstandes, die Anthroposophische Gesellschaft und damit die Geisteswissenschaft als Lehre von innen heraus zu zerstören. Gleichzeitig besteht aber immer die Möglichkeit sich zu distanzieren, wenn der Kettenhund Info3 zu weit gegangen ist. Dann schickt man jemand vor wie Sergej Prokofieff, der in dieser Hinsicht am unverfänglichsten erscheint, da er immer wieder Rudolf Steiner und die Anthroposophie hochzuhalten scheint. Wer allerdings das Buch von Irina Gordienko „Die Grundlegung der neuen Mysterien durch Sergej O. Prokofieff“ Moskau-Basel-Verlag gelesen hat weiß, was das für eine „Anthroposophie“ ist, die von Prokofieff vertreten wird.
Interessant ist, dass Prokofieff auch nicht im Namen des Vorstandes spricht, was man ja bei einer solchen Zurückweisung erwarten dürfte. Ebenfalls von Interesse ist die zeitliche Verzögerung, mit der auf den Info3 Aufsatz reagiert wird, so konnte man in aller Ruhe abwarten, wie die Mitglieder reagieren, ob man zurückweisen oder noch einen draufsatteln lassen kann und es war ja genügend Zeit, dass der Beitrag in der Öffentlichkeit wirken konnte.
Diese Art, ein scheinbar unabhängiges Organ Dinge aussprechen zu lassen, die man selber nicht sagen kann, aber im Sinne des eigenen versteckten Wirkens ist und sich dann, wenn sich der dienende Geist zu weit vorgewagt hat, von diesem zu distanzieren, trägt unverkennbar die Handschrift des Logenwesens.
Alle die großen Angriffe in der Gegenwart, dazu rechne ich auch das neunzehnte und das zwanzigste Jahrhundert, die auf Europa von Seite der Globalisierung, der EU, der USA, des Islam, des Judentums ausgeführt werden, hinter dem bestimmte Geheimlogen stehen, gelten letztendlich dem Christentum und könnten auch nur  von einem geistig starken Christentum abgewehrt werden.
Stark kann das Christentum jedoch nicht mehr aus dem Glauben, sondern nur noch aus der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis werden. Deswegen ist es ein vorrangiges Anliegen der Logen, die Anthroposophische Gesellschaft zu zerstören, geistig zu entkernen. Von innen geht das am besten, und mit verschlafenen Anthroposophen.

 

Rüdiger Keuler, März 2006



  • Wenn Sie diesen Artikel weiterempfehlen wollen, tragen Sie unten Ihren Namen und die EMailadresse des Empfängers ein. Optional können Sie der EMail auch eine Bemerkung hinzufügen.
    Ihr Name:
    EMailadresse des Empfängers:
    Bemerkung: