Über die geisteswissenschaftlichen Hintergründe der Perversion (z.B. sexueller Missbrauch von Kindern)

Warum?

 

„84-jährige mißbraucht elfjährigen Jungen“ so lautet eine Nachricht, die dem Bonner Generalanzeiger vom 17./18. Februar 07 zu entnehmen ist. Am 22.2.07 bereits lesen wir wieder „Vater vermietet Elfjährige als Prostituierte“. Solche Nachrichten häufen sich in der letzten Zeit immer mehr, sie werden zum alltäglichen Bestandteil unseres Lebens, man regt sich schon gar nicht mehr auf, man gewöhnt sich daran.

Dabei wäre die Frage nach der Ursache solcher sich häufender Nachrichten etwas, was uns zutiefst bewegen und beschäftigen müßte, schon gar als Anthroposoph. Schlagen wir jedoch „anthroposophische“ Gazetten auf, so tritt uns gähnende Langeweile entgegen. Erstaunlich, wie man in einer solch entscheidenden und gefährlichen Zeitepoche mit den grandiosen und faszinierenden Möglichkeiten der Anthroposophie zu solchen schalen und verträumten Ergebnissen kommen kann, wie man es sich als „Anthroposoph“ gefallen läßt, daß die anthroposophische Gesellschaft in einen solchen Schnarchverein verwandelt werden konnte.

Wenden wir uns jedoch von Sekundärheuchlern ab und dem ursprünglichen Inhalt der Anthroposophie, die es uns ja in keiner Beziehung einfach macht, zu, so werden wir auch, was die Fragen zu dem erwähnten Thema betrifft, fündig.

„ Wir haben eben betont, daß für die geistige Welt die Liebe sich so entwickeln muß, daß der Mensch vor allen Dingen auf die Durchdringung mit innerer Stärke in bezug auf sein Selbst sich entfalten muß, daß der Mensch den Drang entwickeln muß, sich zu vervollkommnen. Er muß sich selbst im Auge haben, wenn er die Liebe zur geistigen Welt entwickelt. Wenn er diese selbe Art von Antrieben, die ihn in der geistigen Welt zum Erhabensten führen können, ins Sinnliche überträgt, können sie zum Abscheulichsten führen. Es gibt Menschen, die sich im äußeren physischen Erleben, in dem, was sie den ganzen Tag über tun, gar nicht besonders interessieren für die geistige Welt. In unserer Zeit, so sagt man, sollen diese Menschen gar nicht so selten sein. Aber die Natur läßt mit sich keine Vogel-Strauß-Politik treiben. Nicht wahr, diese Vogel- Strauß-Politik besteht darin, daß der Vogel den Kopf in den Sand steckt und dann glaubt, die Dinge, die er nicht sieht, seien nicht da. Die materialistisch gesinnten Menschen glauben, die geistige Welt sei nicht da, weil sie sie nicht sehen. Sie sind richtige Vogel-Strauße. Aber in der eigenen Seele, in den Tiefen der eigenen Seele ist deshalb der Drang zur geistigen Welt nicht etwa nicht da, weil die Menschen ihn leugnen, weil sie sich darüber betäuben. Er ist da. In jeder Menschenseele ist ein lebendiger Trieb, eine lebendige Liebe zur geistigen Welt vorhanden, auch in den materialistischen Seelen. Die Menschen machen sich nur seelisch ohnmächtig gegenüber diesem Drang. Nun gibt es ein Gesetz, daß, wenn etwas auf der einen Seite durch Betäubung zurückgedrängt wird, es auf der entgegengesetzten Seite herauskommt. Die Folge davon ist, daß der egoistische Trieb sich in die sinnlichen Triebe hereinschlägt. Es schlägt aus der geistigen Welt die Art von Liebe, die nur für sie berechtigt ist, in die sinnlichen Triebe, Leidenschaften, Begierden und so weiter hinein, und da werden diese sinnlichen Triebe pervers. Die Perversitäten der sinnlichen Triebe, alle abscheulichen Abnormitäten der sinnlichen Triebe sind das Gegenbild von dem, was hohe Tugenden in der geistigen Welt wären, wenn man die Kräfte, die dann in die physische Welt gegossen werden, in der geistigen Welt verwenden würde. Darüber muß man nachdenken, daß dasjenige, was in verabscheuungswürdigen Trieben in der Sinneswelt zum Ausdruck kommt, wenn es in der geistigen Welt verwendet würde, das Erhabenste in der geistigen Welt leisten könnte. Das ist ungeheuer bedeutsam.“ Dieses Zitat von Rudolf Steiner finden wir in dem Zyklus „Die Geheimnisse der Schwelle“ GA 147, in dem Vortrag vom 25. August 1913, Seite 42 ff.

Zusammenfassend kann man sagen: Das was der Mensch als einen berechtigten und notwendigen Egoismus der geistigen Welt gegenüber entfalten muß, da er sonst seine eigene Wesenheit in ihr verlieren würde, wird, wenn es nicht dem Streben zum Geistigen hin dient, als Rückschlag ins Irdische zum ausufernden Egoismus und zur zunehmenden Abartigkeit. Um dem entgegenzuwirken ist natürlich etwas anderes gefragt als Glaubensanthroposophie. Der Mensch verkommt zum „Tier“, wenn er sich nicht dazu entschließen kann, mit der notwendigen Konsequenz und Willensanstrengung dem Geistigen sich zuzuwenden, um sich auf diesem Weg selbst zu erlösen. Das ist sein Weg vom Geschöpf zum Schöpfer.

 

 

Haben wir noch eine Kultur?

 

Nun könnte man ja erwidern: Dem Materialismus haben sich heute so viele Menschen wie noch nie in der Entwicklung der Menschheit verschrieben, die mißbrauchen aber nicht alle Kinder. Das wäre ein etwas einseitiger Einwand gegen das Gesagte. Natürlich, und Gott sei Dank ist das nicht so. Aber ist der zunehmende sexuelle Missbrauch (an dieser Stelle sei daran erinnert, daß die „Grünen“ schon einmal einen Gesetzesvorstoß zur Legalisierung der Pädophilie, unter der Voraussetzung, daß das Kind einverstanden ist, unternahmen, und daß deren heutiger Europaabgeordneter Daniel Cohn-Bendit in den Siebziger Jahren im Frankfurter „Pflasterstrand“ schwärmerisch von seinem befreienden Petting mit fünfjährigen Mädchen berichtete) die einzige Perversion in unserer Gesellschaft?

In seiner Rede zum 40. Jahrestag der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 nannte Richard von Weizsäcker als Bundespräsident diese Vernichtung Deutschlands eine „Befreiung“. Mehrere Millionen Menschen starben danach an der uns von den Alliierten auferlegten Hungersnot, 2 Millionen Frauen wurden vergewaltigt, nicht nur von den Russen und Franzosen, sondern auch von US-Amerikanern, 240 000 Frauen haben das nicht überlebt. Im ostpreußischen Nemmersdorf wurden die Frauen von russischen Soldaten nach der Vergewaltigung in Kreuzform an die Scheunentore genagelt, die Kinder an Wagenräder gebunden zu Tode geprügelt. Sieht so eine Befreiung aus? (Siehe dazu das abgedruckte Zitat von General Eisenhower). Bis heute reden unsere Politiker, Herrn Weizäcker nachplappernd, jedes Jahr aufs Neue von Befreiung. Ist das nicht eine unvorstellbare und unmenschliche Perversion? Wirft das nicht ein bedeutsames Licht auf die moralische Abartigkeit unserer Politiker?

Unsere Gesetze sind bewußt oder unbewußt so gestaltet worden, daß der organisierten Kriminalität Tor und Tür geöffnet wurden. Bei der sogenannten Visaaffäre, in die die Herren Vollmer und Fischer verwickelt waren, war nur ein Fehler in der Regie unterlaufen, so daß es auch uns Bürgern überdeutlich wurde. Polizeibeamte, die gegen diese organisierte Kriminalität zu eifrig vorgehen, werden von Vorgesetzten und Politikern wegen Fremdenfeindlichkeit abgemahnt. Wir werden zunehmend im eigenen Land diskriminiert. Jeder Fall an Fremdenfeindlichkeit wird aufgebauscht, von den tagtäglich stattfindenden Verbrechen und Übergriffen von Ausländern an Deutschen, die wesentlich häufiger und in der Regel auch gewalttätiger sind, erfahren wir so gut wie nichts oder nur in verschleierter Form und zumeist ohne Angaben des Täterhintergrundes. Ist das keine Perversion?

Zu einem Handel über 5,8 Millionen € bei Einstellung des Verfahrens hat sich unsere fast schon korrumpiert erscheinende Justiz im Falle Ackermann, Esser und Co, die einen deutschen Konzern, Mannesmann, zum Schaden des Volkes und zum eigenen Nutzen verkauft haben, eingelassen. Was ist das?

Wenn eine amerikanische Regierung unter dem Vorwand einer Lüge 650 000,vielleicht sogar bis zu einer Million Menschen im Irak den Tod bringt, dem Land die gewachsenen Strukturen nimmt, es mit Gewalt, Folter und Vergewaltigung überzieht und das dann Freiheit und Demokratie nennt und die westlichen Medien dies abnicken, was ist das?

Wenn eine deutsche Regierung vorgibt fürs eigene Volk kein Geld zu haben, aber dem Staate Israel immer neue Offerten macht, so daß die Bundeskanzlerin im Nahen Osten den Beinamen „Sarah Israel“ (Sarah ist die Stammutter des jüdischen Volkes) trägt, was ist das?

Wenn eine Frau von der Leine, als deutsche Familienministerin bestrebt ist, den Kindern möglichst früh die Mutter zu nehmen, damit der Staat den Zugriff auf die Entwicklung der Kinder möglichst bald hat und diese zum Nachteil der Heranwachsenden und zum Vorteil der Machthaber, die gefügige Wirtschaftsressourcen heranerziehen wollen, gestaltet, was ist das?

Ist nicht unsere ganze Kultur inzwischen zur Perversion verkommen, zur „Umstülpung der Werte, verkommen?

Schauen Sie sich den rheinischen Karneval an: Schunkelnde Inhaltslosigkeit, uniformierter Schwachsinn. Von Weiberfastnacht bis zu Veilchendienstag kam es allein in Köln zu 347 Körperverletzungen und das nennt sich dann Brauchtum.

Oder die Rock-, Pop-, und Unterhaltungsbranche. Wer genauer hinschaut sieht, daß die Stars fast ausschließlich psychisch krank bis zur Abartigkeit scheinen, daß kaum eine Sängerin heute anders auftritt, als sei sie gerade einem Sado-Maso-Studio entsprungen. Solche Personen wie Elton John, oder Michael Jackson, oder Kurt Cobain, oder Andy Warhol sind ja lediglich besonders auffällige Gestalten, an denen dies nur schneller deutlich wird. In manchen der Gesichtsreliefs, die diesen „Untoten“ zugehören, zeigt sich das „Tierische“, manchmal in Verbindung mit dem Maschinenhaften. Können wir dafür nicht in Deutschlands berühmtestem Model ein Beispiel finden? Solche Personen werden nicht deswegen verrückt, weil sie mit ihrem Ruhm nicht fertig werden, sondern sie werden deswegen berühmt, weil sie verrückt sind. Je abartiger und psychopathischer sie erscheinen, umso besser geeignet zum Idol der Massen. Am Schmierentheater um Anna Nicole Smith Tod und Erbe, das die Ratten aus den Löchern zieht, zeigt sich der moralische Wert dieses Umfeldes besonders klar.

Mehr als 3 Millionen Dollar sind bei einer Versteigerung des Internetauktionshauses ebay für das Fenster geboten worden, durch das John F.Kennedy erschossen wurde. Schauen Sie sich das Buch-, das Film-, das Theaterangebot an, überwiegend Unmenschliches, „Untermenschliches“ (nicht im Sinn des Dritten Reiches), Abartiges wie z. B. der Film „Das Parfüm“ von Süßkind (ein Serienmörder tötet Frauen, um Parfüm aus ihnen herzustellen), „Saw III“(brutalster Sadismus), „Hannibali Rising“(moderner Kannibalismus) oder „Tagebuch eines Skandals“ mit Dame Judi Dench und Cate Blanchett (Erpressung zur lesbischen Liebe und Liebe mit abhängigen Minderjährigen). Wenn jemand genügend pervers ist, wird er von der englischen Königin geadelt. Nach dem Schönen und Edlen müssen Sie lange suchen. Ins Theater kann man eigentlich nur noch zu Schüleraufführungen der Waldorfschulen gehen. Interessant ist nur Sex, Gewalt und Abartiges, (in Amerika wurde in einer bestimmten Gegend wissenschaftlich erforscht, daß mit der Einführung des Fernsehens die Gewalt um 140% innerhalb eines halben Jahres zunahm. Die Gewaltspirale wird von Fernseher und Computer unaufhörlich in die Höhe geschraubt) alles Andere interessiert doch die Mehrzahl der Menschen gar nicht mehr. Kultur?

„Immer mehr Kinder werden sexuell aggressiv“ (Bonner Generalanzeiger vom 3.3.07), auch solche Nachrichten können wir heute lesen. Das sexuell abnorme Verhalten der Erwachsenen, das zunehmend den Kinder in Form von Sex- und Pornofilmen zugänglich ist und zu einem sich steigernden aggressiven Verhalten, sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen führt, zeigt sich mit steigender Tendenz bei den Kindern. Die Texte solcher Rapper wie Sido oder Bushido in denen es um die Verherrlichung brutaler Sexualtechniken geht und die inzwischen in der Mehrzahl der Bundesdeutschen Kinderzimmer gehört werden, tun ihr übriges dazu. Dabei muß man wissen, daß die Hälfte der erwachsenen Sexualstraftäter schon als Kinder solche Übergriffe getan haben, weil ihnen in diesem Bereich keine Hemmschwellen, keine Achtung anerzogen wurde. Was kommt da auf uns zu, wenn die jetzige Generation erwachsen wird?

Jeder 5. Mann in Köln ist homosexuell, und dabei sind die Lesben noch gar nicht inbegriffen; auch das ist eine Form der Abnormität, wenn es uns auch schon seit vielen Jahren im Zuge der Umerziehung und der Kulturzerstörung eingeredet wird, gebetsmühlenartig, das sei normal und interessant. Wer in Künstlerkreisen nur mit einem und dann auch noch mit dem anderen Geschlecht im Bett war und das auch noch zugibt, gilt als überholt. Dabei ist die Homosexualität eine Entwicklungsstörung, die auch in einem „nicht-überwinden-Können“ des eigenen, bis zum Krankhaften gesteigerten Egoismus seinen entwicklungspsychologischen Ursprung hat. Man liebt sich selbst im eigenen Geschlecht, bis zu einer Öffnung über die sexuelle Lust hinaus, zum Ich im anderen Geschlecht und seiner damit erfolgenden Ergänzung und Harmonisierung kommt es nicht, noch weniger dazu, daß man das Opfer bringt, dem Ich eines neuen Erdenbürgers sich zu öffnen. Eine Art, die sich in einer überwiegenden Mehrheit einem solchen Verhalten zuwenden würde, vernichtete sich selbst. Insofern ist es berechtigt, ein solches Verhalten als ein abartiges (der Art zuwider) zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz haben auch diese Menschen Anspruch auf unser Mitgefühl und unser therapeutisches Bemühen. Da wo heute auch homosexuelle Paare beiderlei Geschlechts Kinder aufziehen, geschieht es ja unter Umgehung des Fortpflanzungsaktes und dient damit dem eigenen Egoismus. Das ist auch im Umgang mit solchen Paaren in der Wahrnehmung zu erfahren (in einem Restaurant erlebten wir einmal, wie ein 6-jähriger Junge den einen Partner des schwulen Paares mit Mama Stefan ansprach). Alles ganz normal?

Düster? In der Tat!

Lukasevangelium, Kapitel 17, Vers 20-37 (in der Übersetzung von Emil Bock)

 

Wenn die Menschheit es nicht schafft, sich aus dem Geistigen reale gesunde Inhalte neu zu schaffen, ist sie verurteilt zum Niedergang, Verfall, Zerstörung und Perversion. Wir stehen am Scheideweg zwischen Licht und Finsternis, geistiger Aktivität oder Passivität, geistige Inhalte zu erarbeiten oder in Perversion, Abnormität und Zerfall zu versinken. Es gibt für jeden Menschen nur einen der beiden Wege, nichts dazwischen. Der, der sich nicht hinaufarbeiten will zum Licht, verfällt unweigerlich der Finsternis, der eine schnell, der andere langsamer. Die Menschheit muß sich in der Gegenwart selbst qualifizieren, jeder einzelne sich selbst. Natürlich gibt es auch heute noch Menschliches, Schönes, Edles, Gutes, aber man muß es mit Geduld und einer großen Lupe suchen und wo kommt es noch zum Tragen. Es hat keinen Platz zwischen Geld, Macht und Egoismus.

Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, kann es nur aus dem Geistigen heraus erfolgen und zwar schnell, radikal und jetzt. Es ist nicht mehr viel Zeit. Sonst erwarten uns auf dem anderen Weg Katastrophen, deren Opfer die Millionenzahlen weit übersteigen werden.

 

Rüdiger Keuler, Februar 2007



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