Licht – Elektrizität – Solarstrom

In dem Bemühen, dem Verschmutzen der Umwelt entgegenzuwirken, versucht der Mensch neue Technologien zu erfinden. So wurden Windräder erfunden, die umweltschonend Strom erzeugen sollen, so entstehen Ebbe-Flut Kraftwerke und die Solarstromanlagen. Viele Menschen betäuben auf diese Art ihr Gewissen, indem sie an der Entwicklung dieser neuen Energietechniken mitarbeiten, diese finanziell unterstützen, oder sich zum Beispiel selbst Solarzellen auf dem Dach installieren lassen.
Nur – das Problem ist der Mensch selbst und sein korrumpierter Intellekt. Des Menschen Denken ist inzwischen, wenn er es nicht geschafft hat dieses durch die Anthroposophie so zu verwandeln, daß es zum Träger durchchristeter Gedanken geworden ist, völlig dem Ahrimanischen verfallen. Aus diesem verfallenden Denken, das dem Menschen durch Geburt und Erziehung gegeben wird, kommt er nur zu Gedanken der Zerstörung und der Vernichtung. Schon gar in der Technik. An der Veränderung der Erde zum Fortschritt, des Aufganges und der Gesundung, arbeitet der Mensch, wenn er an der Veränderung seiner Gedanken wirkt, aus dem heraus Neues zum Heile der Menschheit entstehen kann. Diese Arbeit setzt auch die Entstehung einer menschen- und umweltfreundlichen Technik voraus. In dem Zyklus „Lebendiges Naturerkennen, intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung“ GA 220, spricht Rudolf Steiner, übrigens direkt anschließend an den Brand des Goetheanums, in dem Vortrag vom 28. Januar 1923 von der Weltanschauung, die sich der Mensch aus seinem Wissen über die Elektrizität gebildet hat. Er spricht davon, daß es in der Natur Kräfte gibt, die wir durchaus moralisch zu beurteilen haben. Er bringt die Kräfte der Elektrizität mit dem Bösen in Zusammenhang und geht dann dazu über, die Weltanschauung zu besprechen, die sich der Mensch aus der Elektrizität heraus aufgebaut hat. „Man hat eben die wirkliche Anschauung des Bösen in der Naturordnung verloren, wenn man sich nicht bewußt ist, daß man eigentlich die Atome, indem man sie elektrifiziert, zu den Trägern des Bösen macht, nicht nur, wie ich im letzten Kursus ausgeführt habe, zu den Trägern des Toten, sondern zu den Trägern des Bösen. Zu den Trägern des Toten macht man sie, indem man sie überhaupt Atome sein läßt, indem man die Materie atomistisch vorstellt. In dem Augenblick, wo man diesen Teil der Materie elektrifiziert, in demselben Augenblick stellt man sich die Natur als das Böse vor. Denn elektrische Atome sind böse, kleine Dämonen. (Die Wissenschaft spricht von der elektrischen Substanz der Atome, spricht von Elektronen, R.K.) Damit ist eigentlich recht viel gesagt. Denn es ist damit gesagt, daß die moderne Naturerklärung auf dem Wege ist, sich mit dem Bösen richtig zu verbinden. … Denn wenn wir heute den Physiker sehen, wie er ahnungslos erklärt, die Natur bestehe aus Elektronen, so erklärt er nämlich in Wirklichkeit, die Natur bestehe aus kleinen Dämonen des Bösen. Und es wird, indem man dann diese Natur nurmehr anerkennt, das Böse zu dem Weltengotte erklärt. Würde man ein Gegenwartsmensch sein und würde man nicht nach althergebrachten Begriffen verfahren, sondern nach der Wirklichkeit, dann würde man eben darauf kommen, daß – ebenso wie die moralischen Impulse Leben haben, Naturleben haben, wodurch sie sich realisieren als eine spätere sinnlich wirkliche Welt – auch das Elektrische in der Natur Moralität hat. Nämlich, wenn das Moralische in der Zukunft Naturwirklichkeit hat, hatte das Elektrische in der Vergangenheit Moralwirklichkeit. Und wenn wir es heute anschauen, sehen wir die Bilder einer einstigen Moralwirklichkeit, die aber umgeschlagen sind in das Böse.“ Seite 191ff. Im Verlauf des Vortrages stellt er das Licht der Elektrizität als das Gute gegenüber. „Und der größte Gegensatz zur Elektrizität ist das Licht. Und es ist ein Vermischen des Guten und des Bösen, wenn man das Licht als Elektrizität ansieht.“ Seite 191. „Und wenn er gar noch das Licht elektrifiziert, wie es eine neuere Theorie getan hat, dann dichtet er dem guten Gotte die Eigenschaften des Bösen an. Es ist eigentlich erschreckend, in welch hohem Grade ahnungslos unsere heutige Naturforschung eine Dämonolatrie ist, eine Anbetung der Dämonen. Seite 193.
Nun ist die Menschheit durch ihre Wissenschaftler nicht bei einer Verehrung der Dämonen, bei einer Dämonolatrie stehengeblieben, sondern zu einer Dämonogenesis fortgeschritten, zu einer Schöpfung der Dämonen. Von der Theorie wurde also zum Werk übergegangen. Denn etwas anderes findet nicht statt, wenn in der Solarzelle das Licht, als gute geistige Wesenheit, in elektrischen Strom, in böse Dämonen, verwandelt wird. In dem Zyklus „Das esoterische Christentum“ GA 130, bezeichnet Rudolf Steiner die Elektrizität als Wirkungsweise der luziferischen Geister, er sagt, je mehr die Menschheit die Elektrizität gebraucht, um so schneller würde die Erde in ihrem Absterbeprozeß voranschreiten, umso eher fände sie ihren Tod. Damit verbunden ist die Frage, ob der Mensch, in der ihm dadurch verbleibenden Zeit, seine Aufgabe auf der Erde erfüllen kann, oder ob er dann selbst dem Tode verfällt, nicht genügend Keime zum Erstehen der Welt des Jupiters geschaffen hat und dadurch selbst nicht zu der Stufe aufsteigen kann, die er auf der nächsten Stufe der Entwicklung der Erde auf dem Jupiter erreicht haben muß.
Das bedeutet nicht, daß wir hinfort abends mit der Kerze zu sitzen haben und unser Essen im Garten auf dem Feuer kochen müssen, aber das wir bewußt mit der Elektrizität umgehen müssen und daß wir uns zum Beispiel fragen sollten, ob wir durch den „sauberen“ Solarstrom nicht die „Verschmutzung“ und Zerstörung der Erde ins Geistige hinein verlagern, wo wir die Folgen nicht direkt wahrnehmen und uns deswegen Illusionen hingeben können, und ob die Verwandlung der guten geistigen Wesenheiten in solche Dämonen nicht viel katastrophalere Auswirkungen auf uns Menschen und die Erde hat.
Unzweifelhaft ist jedoch die überfällige Verwandlung des Menschen und seiner geistigen Kräfte. Aus dieser Verwandlung heraus wird es dem Menschen auch gelingen können, eine Technik zu finden, die ihm die Menschenverträglichkeit nicht nur vortäuscht, sondern dies auch wirklich ist. Auf diesem Wege der Bewußtseinsveränderung wird der Mensch auch immer mehr wahrnehmen, welche Wesenheiten um ihn herum sind und in welchen Kräften und Handlungen sie wie wirken. „ Ahriman und Luzifer haben die höchste Gewalt über den Menschen, wenn der Mensch von ihnen nichts weiß, wenn sie an ihm hantieren können, ohne daß er es weiß.“ Das hat schon Goethe gewußt, der seinen Mephisto sagen läßt: Den Teufel kennt das Völkchen nie und wenn er sie am Kragen hätte. „Wir verstehen es nicht, weil wir eben die Last des Historischen auf unserem Buckel tragen, weil wir mit keinen neuen Begriffen arbeiten, sondern mit lauter alten.“ Beide Zitate aus dem oben genannten Zyklus GA 220, Seite 193. Diese neuen Begriffe, die können wir uns eben nur über die Geisteswissenschaft erringen.

Rüdiger Keuler, Januar 2008



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